Veranstaltung zum Internationalen Frauentag im Landtag

„Junge Perspektiven auf Feminismus und Sexismus“ – dieses Thema stand im Mittelpunkt einer Fest- und Fachveranstaltung des Landtags zum Internationalen Frauentag. Landtagspräsidentin Carina Gödecke konnte gemeinsam mit Vizepräsident Eckhard Uhlenberg zahlreiche Besucherinnen und Besucher im Plenarsaal begrüßen.

„Der 8. März erinnert uns seit über 100 Jahren an die Stärken der Frauen, aber zugleich auch an die diskriminierenden Bedingungen, mit denen Frauen weltweit auch heute noch schwach gemacht und schwach gehalten werden“, sagte Landtagspräsidentin Carina Gödecke vor den Gästen im Plenarsaal, darunter Schülerinnen des Otto-Hahn-Gymnasiums Monheim und der Realschule am Stadtpark Schwerte. In mehr als 100 Jahren habe sich zwar viel geändert, von einer „faktischen Gleichstellung“ könne aber noch immer keine Rede sein.
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Ministerin Steffens und Minister Jäger: Bei sexuellen Übergriffen null Akzeptanz auch an Karneval

Notruf-App, Security-Points der Frauenberatungen, verstärkte Polizeipräsenz
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und das Ministerium für Inneres und Kommunales teilen mit:
Auch während der Hochphase des Karnevals muss null Akzeptanz gegenüber jeglicher Form von sexuellen Übergriffen gelten – Emanzipationsministerin Barbara Steffens fordert dazu auf, Grenzüberschreitungen konsequent anzuzeigen. Innenminister Ralf Jäger kündigt eine deutlich verstärkte Präsenz der NRW-Polizei an den Karnevalstagen an. Über die Web-App des Landes www.sicher-feiern.nrw.de können im Ernstfall via Smartphone mit einem Klick Notrufe abgesetzt werden. Außerdem fördert das Land Security-Points, die Frauenberatungsstellen an Altweiberfastnacht und Rosenmontag an zentralen Punkten in Köln und Düsseldorf errichten.
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Gemeinsame Erklärung des Ausschusses für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“

Werbung erzeugt Aufmerksamkeit, Konsumbedürfnisse und Vorbilder, die die
beworbenen Produkte mit Lebensstilen, -gefühlen und -zielen bestimmter
Rollenbilder verknüpfen. Sie bedient sich dabei kultureller Zeichen und Bilder
und prägt diese mit. In der Werbelandschaft werden immer wieder sexistische,
diskriminierende und frauenfeindliche Motive verwendet. Derartige Werbung
reduziert Menschen auf überkommene Normen und diskriminierende
Rollenvorstellungen und festigt Geschlechterklischees.
Sexistische, diskriminierende und frauenfeindliche Werbung hat negative
Auswirkungen für die gesamte Gesellschaft und ist in Deutschland verboten.
Insbesondere beeinträchtigt sie auch Kinder und Jugendliche, weil sie ihre
Lebenswelt nicht unerheblich beeinflusst und ihr Bild von Geschlechterrollen
nachhaltig negativ prägt.
Die Darstellung von spärlich bekleideten Frauen wird gerne genutzt, um auf diverse Produkte aufmerksam zu machen. Meistens besteht kein inhaltlicher Zusammenhang zwischen dem beworbenen Produkt und dem Frauenkörper.
Diese Art der Werbung kann als eine Form der Gewalt empfunden werden – oder den Beginn von Gewalt markieren. Frauen werden zu allzeit bereiten Objekten degradiert.
Der Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation distanziert sich von dieser Art der Werbung, weil sie gesellschaftliche Rollenbilder zementiert und zeigen soll, wie Frauen und Männer angeblich zu sein haben. Wir stehen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern in der Gesellschaft und gelebte Emanzipation und dem Glauben an die soziale, ökonomische und politische Gleichheit der Geschlechter.
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