Bund und Land stellen die Weichen für einen sozialen Arbeitsmarkt

Heute haben Bundes-Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) und der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Rainer Schmeltzer in Dortmund ein neues Konzept zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit vorgestellt.

Profitieren sollen Personen, die seit mindestens acht Jahren Leistungen nach dem SGB II beziehen und in dieser Zeit nicht oder nur kurz selbständig oder abhängig beschäftigt waren. Die Maßnahme richtet sich damit an diejenigen, deren Chancen, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, besonders gering sind. Ihnen soll der Weg in Arbeit weiter geebnet werden. Dazu erklärt Michael Scheffler, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Das Konzept von Bundesministerin Andrea Nahles und Arbeitsminister Rainer Schmeltzer ist ein wichtiger und dringend notwendiger Baustein für die Schaffung eines dauerhaften sozialen Arbeitsmarktes.

Insbesondere langzeitarbeitslose Menschen brauchen eine Perspektive und die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe. Das neue Konzept zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit hilft dabei, dieses Ziel schneller zu erreichen.

Im Übrigen haben wir in NRW schon die Weichen für einen sozialen Arbeitsmarkt gestellt und freuen uns, dass der Bund diesen Weg nun mitgeht. Bis 2018 stellen wir 43 Millionen Euro an Landesmitteln zur Verfügung.

Die weitere Initiative ergänzt und stärkt unsere Idee von einem sozialen Arbeitsmarkt und zeigt, dass die SPD für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt steht.“

Tatkraft im Sozialkaufhaus der WaBe

Der Tag am Freunder Weg im Sozialkaufhaus der WABe beginnt erst mal mit einer Tasse Kaffee. „Komm erst mal an“, begrüßt mich Alois Poquett, der Geschäftsführer der WABe. Wir kennen uns und ich kenne das Sozialkaufhaus schon länger. Insgesamt arbeiten ca. 50 Menschen im Sozialkaufhaus, alle sind über Programme wie Bürgerarbeit, Arbeitsgelegenheiten (sog. 1-Euro-Jobs) und andere Maßnahmen hierher gekommen. Deshalb dürfen auch nur SGB II-BezieherInnen oder andere sozial benachteiligte Menschen hier mit entsprechendem Dokument einkaufen.
Für mich geht es als erstes an die Altkleider-Sortier-Station. Beim Auspacken der vielen Säcke komme ich schnell mit den Kolleginnen ins Gespräch. Eine Frau um die 50 erzählt, dass sie bereits ihren zweiten Einsatz hier hat. Weil sie gesundheitliche Probleme hat und nicht so lange stehen kann, ist es nach einem Praktikum im Einzelhandel leider nichts geworden mit einer festen Stelle. Viele der Frauen sind ungelernte Kräfte. Und offenbar haben auch einiger der „Spender“ nicht gelernt, was in einen Altkleider-Sack gehört und was nicht: uns purzeln noch gefüllte (!) Butterbrotdosen entgegen…
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In die Mangel genommen: Ein Tag bei der PiccoBella im Rahmen der Tatkraft-Woche

Puh, ist das warm an einer Heissmangel bei 26 Grad Außentemperatur! Aber ich habe es mir ja selbst so ausgesucht. Am dritten Tag meiner Tatkraft –Woche arbeite ich bei der PiccoBella gGmbH in der Alexanderstrasse und werde sofort ins Team integriert: nach einer kurzen Vorstellung bin ich im Einsatz an der Heißmangel und schiebe Handtücher, Tischdecken und Bettwäsche durch das 50 Grad heiße Gerät. Dabei komme ich ins Gespräch mit Simone (Name geändert). Sie hat zuletzt eine Förderschule in der Städteregion besucht und aufgrund einer Rechenschwäche große Probleme, überhaupt Arbeit zu finden. Jetzt ist sie bei der Integrationsabteilung von PiccoBella beschäftigt, außer in der Textilpflege kommt sie auch als Reinigungskraft bei externen Kunden zum Einsatz. Die Arbeit macht ihr Spaß.
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