Alexander Vogt: „Ohne freie Presse keine Demokratie“

Zum heutigen Tag der Pressefreiheit erklärt Alexander Vogt, medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag:
„Die Pressefreiheit gehört zu den unverzichtbaren und unverrückbaren Werten unserer Demokratie und ist im Artikel 5 fest im Grundgesetz verankert. Gleichwohl muss sie jeden Tag aufs Neue verteidigt werden. Journalistinnen und Journalisten sehen sich verstärkt Anfeindungen ausgesetzt (‚Lügenpresse‘) und werden zum Teil sogar körperlich angegriffen. Das ist völlig inakzeptabel. Unsere klare Botschaft lautet: Wer sich an der Pressefreiheit vergreift, vergreift sich an der Demokratie.

Welche wichtige Rolle Medien in einem aufgeklärten Gemeinwesen spielen, zeigt sich gerade beispielhaft an der Veröffentlichung der ‚Panama Papers‘. Ohne mutige Journalistinnen und Journalisten wären diese Vorgänge nie öffentlich geworden. Doch gerade auch der Lokaljournalismus leistet wichtige Arbeit, berichtet er doch über Missstände vor Ort, stößt Diskussionen an und ist damit ein wichtiger Akteur im demokratischen Austausch. Um ihn zu stärken, haben wir uns erfolgreich für die Einsetzung einer Stiftung zur Förderung des Lokaljournalismus eingesetzt.

Wir wissen: Ohne freie Presse gibt es keine Demokratie.“

Veranstaltung „Medienwandel = Demokratiewandel?!“ – 24. September 2015 ab 18 Uhr im Internationalen Zeitungsmuseum Aachen

Das Medienverhalten der Bürgerinnen und Bürger hat sich gewandelt: Die Tageszeitung am Morgen, die beim Frühstück zumindest rasch durchgeblättert wird, die Tagesschau am Abend, die den Feierabend einläutet, die Familienshow am Samstagabend, Urlaubsgrüße per Postkarte oder ein kurzer „Ich bin gut angekommen“-Anruf  – das hat heute Seltenheitswert. Statt dessen reicht ein Blick auf das Tablet und eine kurzes Surfen auf den Nachrichtenportalen, statt Fernsehen werden Serien gestreamt und per Facebook oder WhatsApp Fotos aus dem Urlaub gepostet.

Welche Folgen hat dieses veränderte, sehr individualisierte Medienverhalten eigentlich auf die Gesellschaft? Sind die Medien demokratischer geworden, weil jeder alles sehen und hören kann, wann immer und was immer will? Was bedeutet das für den Qualitätsjournalismus, und welche Rolle spielt die Politik eigentlich dabei?

Diesen und weiteren Fragen wollen wir nachgehen und laden dazu herzlich ein. Das Eingangsstatement liefert Alexander Vogt, Medienpolitiker und Mitglied des WDR-Rundfunkrates. Zur Veranstaltung wird es eine moderierte Twitterwall geben, so dass sich alle Gäste der Veranstaltung multimedial an der Diskussion beteiligen  – und später auch verbal in die Diskussion mit den Podiumsgästen einsteigen können.

Am Donnerstag, 24. September 2015,
um 18.00 Uhr
im Internationalen Zeitungsmuseum
Pontstraße 13, 52062 Aachen
Ende der Veranstaltung: ca. 19.30 Uhr

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:
Andreas Düspohl, Zeitungsmuseum Aachen
Tom Thelen, Zeitungsverlag Aachen
Christian Scholz, @MrTopf, Blogger aus Aachen
Dr. Thorsten Junge, Kommunikationsforscher RWTH
Alexander Vogt, Medienpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

Moderation: Daniela Jansen MdL

Aufgrund des begrenzten Platzangebotes wird dringend um eine Anmeldung gebeten:
unter Fon: +49 241 432 4910 oder izm@mail.aachen.de

 

Erster Wettbewerbsaufruf „CreateMedia.NRW“ setzt Startpunkt für die EFRE-Förderung für Wachstum und Beschäftigung

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk und das Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilen mit:
40 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) stehen in der aktuellen Förderperiode für den Leitmarkt Medien und Kreativwirtschaft zur Verfügung. Weiterlesen

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss im Internet mehr Spielraum erhalten

Die Fraktionen von SPD und Grünen im Landtag NRW bringen für das kommende Plenum einen Antrag zur Abschaffung der sogenannten 7-Tage-Frist ein. Dazu erklären Alexander Vogt, medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, und Oliver Keymis, medienpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag NRW:

Alexander Vogt: „Für viele Nutzerinnen und Nutzer ist unverständlich, dass Filme wie Tatort oder Hörfunksendungen schon nach sieben Tagen aus den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender gelöscht werden. Mit unserem Antrag fordern wir eine Abschaffung dieser überholten Regelung.“

Oliver Keymis: „Wir setzen eine klare politische Botschaft für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler, indem wir das öffentlich-rechtliche Internet-Angebot durch längere Abrufbarkeit erheblich attraktiver machen wollen. Die Inhalte wurden von den Beitragszahlerinnen und Beitragszahlern finanziert und sollen deshalb auch der Allgemeinheit im Internet zur Verfügung stehen.“

Alexander Vogt/Oliver Keymis: „Medien und Kultur sind keine Waren“

Die Landtagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben in einem Antrag für das Landtagsplenum der kommenden Woche die Bundesregierung aufgefordert, den Kultur- und Medienbereich von den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA auszunehmen – ungeachtet der zum Teil deutlichen Kritik auch an anderen Teilbereichen des geplanten Freihandelsabkommens.
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