20 Millionen Euro aus Innovationsfonds zusätzlich für telemedizinische Vernetzung von Krankenhäusern

Ministerin Steffens: Telemedizin kann Leben retten
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Kräftiger Schub für eine intensivere Zusammenarbeit von Krankenhäusern untereinander und stärkere Einbindung von Ärztenetzen bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten: Für den Aufbau telemedizinischer Netzwerke für die Intensivmedizin und Infektiologie von 19 Krankenhäusern, darunter die Universitätskliniken Münster und Aachen, und zwei Ärztenetzen (ambulante Praxen mit insgesamt rund 130 Ärztinnen und Ärzten) fließen 20 Millionen Euro aus einem bundesweiten Innovationsfonds, der von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, nach Nordrhein-Westfalen.
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Tatkraft-Tag bei der Feuerwehr

„Guten Morgen, meine Herren“. Als Vorsitzende des Frauenausschusses ist eine solche Anrede für mich eher selten, aber an diesem Morgen um 07:30 Uhr sind bei der Feuerwehr tatsächlich nur Männer anwesend…IMG_9395
Einen ganzen Tag werde ich in der Interimswache Auf der Hüls verbringen.
Nach der Einkleidung geht es direkt los: Ein Rauchmelder in einem Seniorenheim schlägt Alarm. „Bei einem Seniorenheim ist davon auszugehen, dass eine potenziell größere Anzahl von hilflosen Personen in Sicherheit gebracht werden muss“, erklärt mir Herr Pütz. Deshalb rücken direkt zwei Löschfahrzeuge aus. Nach schneller Fahrt mit Blaulicht erreichen wir das Seniorenheim. Der Einsatzverantwortliche Herr Schröder geht zielsicher auf die Box mit den Feuerwehr-Laufkarten zu und entnimmt die Mappe. Mit ihrer Hilfe gehen meine Kollegen und ich zur Einsatzstelle, das kleine Apartment einer älteren Dame. Sie guckt sehr schuldbewusst, und es stellt sich heraus, dass sie ihre heimlich gerauchte Zigarette in ein Stück Papier gewickelt hat, das prompt anfing zu qualmen und den Alarm ausgelöst hat. Wir können uns also auf den Rückweg machen, zum Glück nur falscher Alarm! Weiterlesen

418 Millionen Euro für Universitätsklinik Aachen

Neubau der Zentralen OP-Abteilung und neue KreißsäleFörderprogramm des Landes NRW für Baumaßnahmen an Universitätskliniken
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:
Am Uniklinik-Standort Aachen wird das Land bis 2020 rund 418 Millionen Euro für zwölf Bau- und Sanierungsprojekte investieren. Die Maßnahmen gehören zum neuen Medizinischen Modernisierungsprogramm (MedMoP) des Landes. Medizinische Fakultäten und Universitätskliniken sind für den medizinischen Fortschritt durch exzellente Forschung sowie für eine moderne Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte unverzichtbar. Bei der Krankenversorgung spielen sie eine Schlüsselrolle.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze stellte gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Ittel, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Aachen, und Peter Asché, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums, die geplanten Projekte vor.

In Aachen sind es insgesamt zwölf Maßnahmen: vier Neubauten, darunter einer für die neue Zentrale OP-Abteilung, sechs große Baumaßnahmen zur Erweiterung und Neustrukturierung wie etwa die Strahlenmedizin und die Operative Intensivpflege sowie zwei Baumaßnahmen zur Erhaltung des Gebäudes und der Technik.

„Die Unikliniken ermöglichen medizinische Behandlungen von kompliziertesten Erkrankungen. Sie treiben Spitzenforschung voran und bilden exzellente Ärztinnen und Ärzte aus. Daher brauchen wir eine sichere, effiziente und leistungsfähige bauliche Infrastruktur auf höchstem Niveau“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Insgesamt fließen bis 2020 rund 2,2 Milliarden Euro über das MedMoP in Bauvorhaben an den sechs Universitätskliniken in NRW. Mit diesen Mitteln wird eine hochmoderne und patientenorientierte Krankenversorgung sichergestellt.

„Im Hinblick auf die Komplexität und Schwere der behandelten Erkrankungen ist die Uniklinik RWTH Aachen mittlerweile führend in NRW und bundesweit auf Platz drei. Wir freuen uns außerordentlich, dass das Land NRW uns mit dieser Investition die Möglichkeit bietet, diese erfolgreiche Strategie einer zunehmend komplexeren klinischen Leistungserbringung zu verstetigen und entlang neuer Bedarfe zu gestalten. Das ist ein sehr nachhaltiges und zukunftsorientiertes Verständnis von Universitätsmedizin‟, erklärte Prof. Dr. med. Thomas H. Ittel.

Auch Peter Asché, Kaufmännischer Direktor, unterstützt die Initiative des Landes: „Das Programm kommt angesichts der Finanzlage und des hohen Modernisierungsbedarfs der Uniklinika zur richtigen Zeit. Auf diese Weise schaffen wir eine moderne und leistungsfähige OP-Einheit und die für unser Leistungsangebot so wichtigen Intensivkapazitäten.“

Folgende Bau- und Sanierungsprojekte sind an der Uniklinik in Aachen geplant:

Zentrale OP-Abteilung: Der Neubau der Zentralen OP-Abteilung ist der wichtigste Baustein zur Optimierung der Krankenversorgung in Aachen. Hier entstehen modernste OP-Strukturen und angeschlossene Intensiv-stationen. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten sowie das Personal. Es wird zudem ein erheblich wirtschaftlicherer Betrieb der Universitätsklinik ermöglicht. (Baukosten: 151.000.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 30.000.000 Euro).

Erweiterungsgebäude für die Operative Intensivpflege, den Kreißsaal und das Perinatalzentrum: Der Anbau an das Hauptgebäude der Uniklinik Aachen schafft zusätzliche räumliche Kapazitäten. Unter anderem werden zeitgemäße räumliche Strukturen für die Frauenklinik geschaffen, auch durch neue Kreißsäle. Für das Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe entsteht eine neue neonatologische Intensivstation. Zudem werden zusätzliche Intensivbetten verwirklicht, die für die Versorgung Schwerstverletzter notwendig sind (Baukosten: 42.511.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 12.000.000 Euro).

Erneuerung der Dampf-, Kälte- und Wärmeversorgung sowie des Blockheizkraftwerkes: Die Energieversorgung der Uniklinik Aachen wird vollständig neu aufgebaut. Strom, Dampf, Kälte und Wärme werden zukünftig vor Ort mit fortschrittlichster Technik erzeugt. Die wesentlich effizienteren Anlagen werden nicht nur umweltschonender arbeiten. Auch die wirtschaftliche Situation des UK Aachen wird verbessert (Baukosten: 56.706.800 Euro, Ersteinrichtungskosten: 216.000 Euro).

Erweiterungsgebäude Strahlentherapie: Die aktuelle Entwicklung der Strahlentherapie verbessert die Chancen an Krebs Erkrankter erheblich. Die neuen Verfahren erfordern einen technischen Aufwand, der in den bestehenden Einrichtungen nicht umsetzbar ist. Durch das Erweiterungsgebäude können demnächst in Aachen modernste Linearbeschleuniger zum Einsatz kommen (Baukosten: 25.000.000 Euro, Erst-einrichtungskosten: 5.000.000 Euro).

Neubau Betriebskindergarten und Sozialpädiatrisches Zentrum: 

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für die Universitätskliniken als Arbeitgeber ein wichtiges Anliegen und ein bedeutender Faktor bei der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder ist stetig steigend. Dem wird durch den erheblich größeren Neubau Rechnung getragen (Baukosten: 13.100.000 Euro, Erst-einrichtungskosten: 1.400.000 Euro).

Neubau Kinder- und Jugendpsychiatrie: Zusätzliche Behandlungsplätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind nach Feststellung des Gesundheitsministeriums in der Region Aachen notwendig. Die Uniklinik Aachen schafft mit dem Neubau diese dringend benötigten stationären und tagesklinischen Betten in einem modernen Gebäude (Baukosten: 12.900.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 1.233.000 Euro).

Neubau Hybrid-OP: Zur optimalen Behandlung kardiologisch erkrankter Patienten wird ein Hybrid-OP geschaffen. In diesem ist es möglich, dreidimensionale Aufnahmen von Gefäßen in höchster Präzision selbst während eines operativen Eingriffs zu machen. Dadurch können komplizierteste minimal-invasive Eingriffe an Herz und Gefäßen in der Uniklinik vorgenommen werden (Baukosten: 3.416.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 2.100.000 Euro).

Verfügungsgebäude Psychiatrie: Das Universitätsklinikum Aachen hat kürzlich die psychiatrische Pflichtversorgung zusätzlicher Gebiete über-tragen bekommen. Zur angemessenen Behandlung dieser neuen Patientinnen und Patienten werden erweiterte Räumlichkeiten benötigt, die durch den Neubau geschaffen werden (Baukosten: 20.000.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 2.000.000 Euro).

Sanierung Endoskopie: Die Grundinstandsetzung der Endoskopie wird vollendet. Damit wird dieser für die innere Medizin zentrale Funktionsbereich in Zukunft mit modernstem Instrumentarium zur Verfügung stehen. Die Abläufe und das Leistungsspektrum der Endoskopie können so optimiert werden (Baukosten: 4.910.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 1.300.000 Euro).

Radiopharmakalabor: Radiopharmaka sind grundlegender Bestandteil bei der Diagnostik und Therapie verschiedener Erkrankungen. Aufgrund der kurzen Halbwertszeit der Erzeugnisse ist die qualitätsgesicherte eigene Herstellung von Radiopharmaka notwendig. Diese ist technisch sehr anspruchsvoll. Neben den Möglichkeiten der Verwendung der Radiopharmaka in Diagnostik und Behandlung sind sie zugleich die Grundlage für weiterführende Forschung im Institut für Nuklearmedizin (Bau-kosten: 6.675.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 4.820.000 Euro).

Sanierung der automatischen Warentransportanlage: Mit der sogenannten AWT-Anlage wird Warenlogistik für das gesamte Gebäude des Universitätsklinikums abgewickelt. Nach über dreißigjähriger Betriebszeit muss deren Mechanik und Elektrik grundlegend saniert werden, um die Betriebsbereitschaft auch zukünftig sicher zu stellen (Baukosten: 6.431.000 Euro).

Umsetzung von Brandschutzauflagen: Zur weiteren Verbesserung des Brandschutzes wird in den umzurüstenden Treppenhäusern des Zentralgebäudes eine Spüllüftungsanlage zur Entrauchung verwirklicht (Baukosten: 15.369.000 Euro).

Über die Universitätsklinik Aachen

Die Uniklinik Aachen verbindet als Supramaximalversorger patientenorientierte Medizin und Pflege, Lehre sowie Forschung auf internationalem Niveau. Mit 34 Fachkliniken, 25 Instituten und fünf fachübergreifenden Einheiten deckt die Uniklinik das gesamte medizinische Spektrum ab. Hervorragend qualifizierte Teams aus Ärzten, Pflegekräften und Wissenschaftlern setzen sich kompetent für die Gesundheit der Patienten ein. Die Bündelung von Krankenversorgung, Forschung und Lehre in einem Zentralgebäude bietet beste Voraussetzungen für einen intensiven interdisziplinären Austausch und eine enge klinische und wissenschaftliche Vernetzung. Rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für patientenorientierte Medizin und eine Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Die Uniklinik versorgt mit 1.400 Betten rund 45.000 stationäre und 200.000 ambulante Fälle im Jahr.

 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Telefon 0211 896-4790.

Tihange und Doel: Minister Jäger im Dialog mit Verantwortlichen aus der Aachener Region

NRW nimmt die Sorgen der Menschen wegen belgischer Atommeiler sehr ernst

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:
Die sichere Ausgabe von Jodtabletten an die Menschen in NRW muss bei einem kerntechnischen Unfall unverzüglich, bedarfsgerecht und reibungslos klappen. Bei einem Gespräch am 4. Mai wird sich Innenminister Ralf Jäger mit dem Städteregionsrat der Städteregion Aachen, Helmut Etschenberg, dem Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp, dem Heinsberger Landrat Stephan Pusch, dem Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn und dem Euskirchener Landrat Günter Rosenke deshalb über das gemeinsame Vorgehen im Ernstfall abstimmen.

„Die Landesregierung nimmt die berechtigte Sorge der Menschen wegen der belgischen Meiler Tihange und Doel sehr ernst“, sagte Jäger. In NRW werden aktuell die Jodtabletten dezentral in Krankenhausapotheken aufbewahrt. So sind fachgerechte Lagerung und wirksame Kontrolle der Verfallsdaten sichergestellt. Kommt es zum Ernstfall, werden die Tabletten durch die Katastrophenschutzbehörden sofort an die Haushalte verteilt. Durch die Einnahme der Tabletten soll Schilddrüsenkrebs verhindert werden.

Es wäre allerdings nach Ansicht der Strahlenschutzkommission nutzlos und sogar schädlich, würden die Betroffenen bei der Einnahme sich selbst überlassen. Minister Jäger: „Zu früh eingenommene Tabletten entfalten keine Schutzwirkung. Aber ich bin offen für Konzepte, die sicherstellen, dass die Menschen im Ernstfall den Wirkstoff schnell und sicher einnehmen.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

NRW startet Bewerbungsverfahren zum EU-Schulobst- und -gemüseprogramm für das Schuljahr 2016/2017

Alle Grundschulen und Förderschulen mit Primarstufe in NRW können teilnehmen
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilen mit:
Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen lädt wieder zur Teilnahme an ihrem erfolgreichen Schulobst- und -gemüseprogramm ein. Alle Grundschulen und Förderschulen mit Primarbereich können sich zwischen dem 7. März und dem 15. April 2016 für das kommende Schuljahr bewerben. In den Schulobst-Schulen erhalten die Schülerinnen und Schüler dreimal wöchentlich kostenlos Obst und Gemüse. Finanziert wird das Programm durch die EU und das Land Nordrhein-Westfalen.

Das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm wurde 2010 an 355 Schulen in NRW eingeführt und seitdem kontinuierlich ausgeweitet. Im aktuellen Schuljahr erreicht das Programm rund 214.000 Schulkinder an über 1.100 Grund- und Förderschulen.
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Anhörung zur Mammographie

Gemeinsam mit dem Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation (Vorsitz Daniela Jansen, SPD) hören die Mitglieder des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales am Mittwoch, 21. Oktober 2015, 13.30 Uhr, Raum E3 – D01, Experten zum Antrag der FDP-Fraktion an: „Mammographie für alle Altersschichten: Prävention stärken, Altersdiskriminierung verhindern“.
Durch frühzeitiges Erkennen könne die Sterberate als Folge von Brustkrebs deutlich gesenkt werden, heißt es in dem Antrag. Die FDP-Fraktion kritisiert, dass Frauen ab 70, anders als Frauen zwischen 50 und 69, nicht alle zwei Jahre zum Screening eingeladen werden. Beinahe die Hälfte der Tumore träten jedoch bei Frauen ab 70 auf, für die keine regelmäßigen kostenlosen Untersuchungen angeboten werden. Die Altersgrenze müsse aufgehoben, um auch Frauen über 69 Jahren die Teilnahme am Mammographie-Screening zu ermöglichen. In Kooperation mit Krankenkassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen solle außerdem die Teilnahmequote am Screening-Programm in NRW auf mindestens 70 Prozent gesteigert werden.

Neue Gesundheitskarte für Flüchtlinge erleichtert den Arztbesuch

Flüchtlinge sollen in Nordrhein-Westfalen nun eine Gesundheitskarte erhalten. Dafür haben heute die Krankenkassen und das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. „Damit können Flüchtlinge endlich ohne den Krankenschein von der zuständigen Behörde einen Arzt aufsuchen“, erklärt die Aachener Landtagsabgeordnete Daniela Jansen, Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales.
„Bisher gibt es die Gesundheitskarte nur in Hamburg und Bremen. Nordrhein-Westfalen nimmt mit der Einführung nun als erstes Flächenbundesland eine Vorreiterrolle unter den Ländern ein. Flüchtlinge sind oftmals bei der medizinischen Versorgung zunächst auf eine behördliche Beurteilung angewiesen. Das zuständige Amt muss ihnen für jeden Arztbesuch einen Schein ausstellen. Das kann im schlimmsten Fall die notwendige Behandlung verzögern. Mit der neuen Gesundheitskarte erleichtern wir den Menschen in NRW den Arztbesuch. Sie haben dann freie Arztwahl ohne den Umweg über die Verwaltung und sind somit Patienten und nicht mehr in erster Linie Bittsteller.
Außerdem senkt das Land mit der Vereinbarung den großen bürokratischen Aufwand der Kommunen. Das bedeutet eine echte Entlastung für die Stadt Aachen.“

Abschlussbericht Gender Gewaltkonzept

Ein Artikel unserer Praktikantin Amelie Kaufmann:
Viele Menschen erleben in ihrem Alltag psychische, physische, wirtschaftliche oder sexualisierte Gewalt. Diese Gewalterfahrungen gelten als Risikofaktor für die Gesundheit. Bei der Abschlussveranstaltung des Modellprojektes „Gender Gewaltkonzept – Genderspezifische Erfassung und Versorgung von Patientinnen und Patienten nach Gewalterfahrung in der StädteRegion Aachen“ wurden die Forschungsergebnisse, des vom Land NRW und von der EU geförderten Modellprojektes, präsentiert. Das Modellprojekt widmete sich den gesundheitlichen Auswirkungen von Gewalterfahrungen bei Frauen und Männern. Es wurden 5000 Patientinnen und Patienten im UKA zu ihren Gewalterfahrungen befragt. Die systematische Befragung hatte das Ziel zu untersuchen, ob und in welchem Ausmaß ärztlicher Handlungsbedarf besteht. Denn es fehlt an geschlechts- und gewaltspezifischen Therapieansätzen in NRW. Schlussendlich soll aus der Handlungsbedarfsanalyse ein Leitfaden entwickelt werden, anhand dessen individuell auf die gesundheitlichen Folgen nach Gewalterleben eingegangen werden kann.
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Minister Schneider: Gemeinsame Mahlzeiten in Kita und Schule bis 2020 gesichert

Härtefallfonds „Alle Kinder essen mit“ verlängert
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:
Der mit jährlich einer Million Euro ausgestattete Härtefallfonds „Alle Kinder essen mit“ für einkommensarme Familien wird um fünf weitere Jahre bis zum 31. Juli 2020 verlängert. Dies hat das Landeskabinett in seiner heutigen Sitzung beschlossen. „Damit reagieren wir darauf, dass der Bund auch weiterhin in bestimmten Fällen Kinder aus armen Familien vom geförderten Mittagessen in Kita oder Schule ausschließt. Eine gemeinsame Mahlzeit ist aber in doppelter Hinsicht wichtig: Die Kinder sollen nicht nur satt werden, sondern auch an der Gemeinschaft teilhaben. Wir wollen kein Kind zurücklassen“, sagte Sozialminister Guntram Schneider. Die Verlängerung des Härtefallfonds sei ein ergänzender Baustein zur Landesinitiative „NRW hält zusammen … für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“, die allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen soll.
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Modellstudiengänge Pflege- und Gesundheitsberufe bewähren sich als Schritt zur berufsübergreifenden Versorgung

Als Vorreiter bei der Erprobung akademischer Ausbildungswege in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen bietet Nordrhein-Westfalen seit 2010 verschiedene Modellstudiengänge an. Beispiele sind der ausbildungsintegrierende Modellstudiengang Logopädie am Uniklinkum der RWTH Aachen und der Modellstudiengang Pflege der KaTHo NRW in Köln.
Eine Auswertung der bisherigen Ergebnisse und Erfahrungen zeigt, dass die Qualifikationen der Absolventinnen und Absolventen zu einem besseren, an den Bedürfnissen der Menschen orientierten Gesundheitssystem beitragen. „Die Studierenden erwerben neben der beruflichen Ausbildung zusätzliche Kompetenzen wie etwa Schnittstellen- oder Qualitätsmanagement, Entwicklung und Auswertung von praxisbezogenen Forschungsprojekten oder auch Steuerung von interprofessionellen Teams. Für eine zukunftsweisende, sektoren- und berufsübergreifende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen sind solche Fähigkeiten unverzichtbar, um angesichts der komplexen Herausforderungen eine patientenorientierte Versorgung zu ermöglichen“, erklärte Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens in Düsseldorf anlässlich der Vorstellung einer ersten wissenschaftlichen Bewertung der Modellstudiengänge.
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