4,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in NRW – Fortschritte bei Bildung und Arbeit

5. Kommentierte Zuwanderungs- und Integrationsstatistik vorgestellt

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Jeder vierte Einwohner in Nordrhein-Westfalen hat einen Migrationshintergrund. Bei den Kindern von drei bis sechs Jahren sind es sogar 40 Prozent, bei den über 65-Jährigen nur 11,7 Prozent. Das ist das Ergebnis der aktuellen Zuwanderungs- und Integrationsstatistik, die Integrationsminister Rainer Schmeltzer in Düsseldorf vorgestellt hat. Die höchste Zuwanderung hatten Düsseldorf und Hamm (jeweils 34,3 Prozent), die niedrigste der Kreis Coesfeld (13,2 Prozent).

Durch die starke Zuwanderung der vergangenen Jahre ist die Zahl der Ausländer in NRW bis Jahresende 2015 auf 2,27 Millionen angestiegen, eine Steigerung von 200.000 gegenüber dem Vorjahr: „NRW war und ist eine der wichtigsten europäischen Einwanderungsregionen. Das gilt für die Fachkräfte und die Flüchtlinge gleichermaßen“, sagte Schmeltzer.

2015 sind 485.000 Personen aus dem Ausland nach NRW zugewandert, 211.000 verließen das Land wieder. Der Wanderungsgewinn von 274.000 war der höchste seit 1995. Wichtigstes Herkunftsland war 2015 Syrien mit 77.000 Zu- und 5.800 Fortzügen. Die Wanderungsbilanz mit der Türkei war erneut negativ. Knapp 8.300 türkische Staatsangehörige wanderten aus NRW ins Ausland ab, 8.000 wanderten zu.

Positiv äußerte sich Minister Schmeltzer zu den Fortschritten bei Bildung und Erwerbstätigkeit. „Viele Migranten sind hervorragend qualifiziert. Jeder Dritte zwischen 18 und 65 Jahren hat die Fachhochschulreife oder sogar Hochschulreife. Das sind Fachkräfte, die unsere Wirtschaft braucht“, betonte der NRW-Integrationsminister. „Aber es gibt auch überproportional viele ohne Schulabschluss – 13,9 Prozent verglichen mit nur 2,1 Prozent bei den Personen ohne Migrationshintergrund.“

Gut entwickelt hat sich in den vergangenen Jahren die Verankerung auf dem Arbeitsmarkt. Die Erwerbstätigenquote von Migranten ist von 2005 bis 2015 von 53,1 auf 60,8 Prozent angestiegen. Bestätigt wird der Aufwärtstrend durch die Halbierung der Erwerbslosenquote bei den Migranten von rund 19 Prozent 2005 auf 9,2 Prozent 2015. Damit liegt sie aber immer noch doppelt so hoch wie bei den Menschen ohne Migrationshintergrund. Die höchsten Erwerbstätigenquoten haben Migrantinnen und Migranten in den eher ländlich geprägten Regionen. An erster Stelle steht der Kreis Olpe (73,2 Prozent). Am niedrigsten ist sie vor allem in den Städten des Ruhrgebiets.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Veröffentlichung liegt auf Frauen mit Migrationshintergrund. Laut Statistik verfügen 33,9 Prozent der Frauen mit Migrationshintergrund in NRW über die (Fach-)Hochschulreife und damit mehr als bei den Männern (30,8 Prozent). Auf der anderen Seite sind 15,2 Prozent der Frauen mit Migrationshintergrund ohne allgemeinbildenden Abschluss und somit ein etwas größerer Teil als bei den Männern. Groß ist nach wie vor der Abstand zu den Frauen ohne Migrationshintergrund, hier haben nur 1,9 Prozent keinen Abschluss.

„Insgesamt liefert unsere Statistik ein differenziertes Bild“, resümierte Integrationsminister Schmeltzer. „Wir sehen Fortschritte bei Bildung und Arbeit, aber immer noch einen deutlichen Rückstand zu den Menschen ohne Migrationshintergrund. Diesen Schritt für Schritt abzubauen, das ist das Ziel unserer Integrationspolitik in Nordrhein-Westfalen“, betonte Schmeltzer.

Weitere Ergebnisse im Einzelnen:

  • 18,4 Prozent der ausländischen, aber 41,4 Prozent der deutschen Schulabgängerinnen und -abgänger erlangten 2015 die Hochschulreife. Gegenüber 2005 bedeutet dies einen Anstieg um 8,2 Prozentpunkte bei ausländischen Schulabgängerinnen und -abgängern, allerdings war der Anstieg bei der entsprechenden deutschen Gruppe mit 13,6 Prozentpunkten deutlich höher.
  • Die Erwerbstätigenquote der Frauen mit Migrationshintergrund ist mit 53,3 Prozent deutlich niedriger als bei Frauen ohne Migrationshintergrund (70,3 Prozent). Vergleichsweise hohe Erwerbstätigenquoten weisen deutsche Frauen mit Migrationshintergrund (60,2 Prozent) und ausländische Frauen aus EU-Ländern (61,0 Prozent) auf.

Weitere Informationen auf der Homepage des Integrationsmonitorings Nordrhein-Westfalen unter: www.integrationsmonitoring.nrw.de

Landwirtschaftsministerium startet Landeswettbewerb Kleingartenanlagen 2017

Zum achten Mal sucht das Land Nordrhein-Westfalen Kleingartenvereine, die sich durch beispielhafte ökologische, soziale und kulturelle Leistungen auszeichnen. Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat dazu den Landeswettbewerb Kleingartenanlagen 2017 ausgeschrieben, an dem sich Kommunen und Vereine im Land ab sofort beteiligen können. Der NRW-Wettbewerb ist zugleich die Vorauswahl für den Bundeswettbewerb Kleingartenanlagen.

„Unsere Kleingartenanlagen in Nordrhein-Westfalen erfüllen vielfältige gesellschaftliche Funktionen als städtische Grünflächen, sind ökologisch wertvolle Refugien und Orte des Natur- und Umwelterlebens. Sie bieten Möglichkeiten der Freizeit und Entspannung, zur Eigenerzeugung von Obst, Gemüse und Blumen und leisten wichtige Beiträge für gesellschaftliche Integration, kulturelle Vielfalt und Stadtkultur“, sagte Johannes Remmel.
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20 Millionen Euro aus Innovationsfonds zusätzlich für telemedizinische Vernetzung von Krankenhäusern

Ministerin Steffens: Telemedizin kann Leben retten
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Kräftiger Schub für eine intensivere Zusammenarbeit von Krankenhäusern untereinander und stärkere Einbindung von Ärztenetzen bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten: Für den Aufbau telemedizinischer Netzwerke für die Intensivmedizin und Infektiologie von 19 Krankenhäusern, darunter die Universitätskliniken Münster und Aachen, und zwei Ärztenetzen (ambulante Praxen mit insgesamt rund 130 Ärztinnen und Ärzten) fließen 20 Millionen Euro aus einem bundesweiten Innovationsfonds, der von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, nach Nordrhein-Westfalen.
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Land fördert Breitbandausbau in Aachen mit 150.000 Euro

Pressemeldung der Stadt Aachen:

Land fördert Koordination und Planung beim Breitbandausbau in Aachen

Oberbürgermeister Marcel Philipp hat am Montag (21. November) einen
Förderbescheid in Höhe von 150.000 Euro von NRW-Wirtschaftsminister
Garrelt Duin entgegen genommen. Das Land fördert damit die Koordination
und Planung der Netzausbauaktivitäten für ein schnelles Internet in
Aachen.
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NRW 4.0: Gute und faire Arbeit – jetzt diskutieren!

Wie wird NRW zum Land der guten und fairen Arbeit im digitalen Wandel? In einem groß angelegten Dialogprozess möchte das NRW-Arbeitsministerium dieser Frage nachgehen. Interessierte können Erfahrungen, Hoffnungen oder Befürchtungen ab sofort auf der Internetseite www.arbeitviernull.nrw schildern und diskutieren. Ideen und Anregungen werden somit für Politik und Wirtschaft direkt online gestellt. Unternehmen und Beschäftigte können zudem gelungene Beispiele aus der Praxis vorstellen. Minister Rainer Schmeltzer: „Wir wollen wissen, wo es besonders gut klappt und wo die Ängste sind.“

weitere Infotmationen und Beteiligungsmöglichkeiten

„Arbeit 2020: Faire Arbeit im digitalen Wandel“ – Kongress eröffnet Dialog

Allianz „Wirtschaft und Arbeit 4.0“: Landesregierung startet Dialog-Prozess zum Wandel der Arbeitswelt durch Digitalisierung und Vernetzung | Arbeit.Integration.Soziales

Gemeinsame Auftaktveranstaltung von Arbeitsminister Rainer Schmeltzer, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Wirtschaftsminister Garrelt Duin – Dialog-Portal arbeitviernull.nrw freigeschaltet

Faire Arbeit im digitalen Wandel gestalten – das geht nur gemeinsam und im Dialog. Die Landesregierung lud im Rahmen der Allianz „Wirtschaft und Arbeit 4.0“ zum Kongress nach Neuss. Zusammen mit Akteuren und Experten aus Gewerkschaften, Unternehmen und Wissenschaft diskutierte sie über die künftigen Herausforderungen und Chancen für Nordrhein-Westfalen.

Auf der Veranstaltung „Arbeit 2020: Faire Arbeit im digitalen Wandel“ diskutierten Vertreter der Landesregierung, Experten und Interessierte über die Herausforderungen der kommenden Jahre. Arbeitsminister Rainer Schmeltzer, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Wirtschaftsminister Garrelt Duin eröffneten und begleiteten als Gastgebende den Kongress in Neuss, der im Rahmen der NRW-Allianz „Arbeit und Wirtschaft 4.0“ stattfand.

Minister Schmeltzer: NRW setzt verstärkt auf die Prävention von Wohnungslosigkeit

Sozialminister stellt Wohnungslosenstatistik 2015 vor
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:
Sozialminister Rainer Schmeltzer hat die Wohnungslosenstatistik 2015 für NRW vorgelegt. Danach waren am Stichtag 30. Juni 2015 insgesamt 20.914 Menschen in Obdachlosenunterkünften untergebracht oder vorübergehend in anderen Einrichtungen oder auch bei Bekannten untergekommen.
In der StädteRegion Aachen waren es 605 Personen (60 mehr als im Vorjahr). Somit kommen hier auf jeweils 10.000 Einwohner 11 wohnungslose Personen.

„Wer heute seine Wohnung verliert, hat es gerade in den Ballungsräumen mit knappem Wohnungsangebot und steigenden Mieten schwer, eine neue Bleibe zu finden“, sagte Schmeltzer zur Vorstellung der neuen Zahlen. „Deshalb setzen wir verstärkt auf die Vorbeugung gegen Wohnungslosigkeit.“ Das Sozialministerium habe sein Aktionsprogramm „Hilfen in Wohnungsnotfällen“ neu justiert und werde künftig präventive Ansätze verstärkt fördern.
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Land gibt 12,5 Mio. Euro für Zentren der Digitalen Wirtschaft in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster und im Ruhrgebiet

Minister Duin: Wir bringen klassische Industrie und Start-ups zusammen, damit NRW zum Digitalland Nummer Eins werden kann

Düsseldorf. Im Wettbewerb zur Auswahl der regionalen Zentren für die digitale Wirtschaft stehen die Gewinner fest: In Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster und dem Ruhrgebiet sollen so genannte DWNRW-Hubs entstehen, die das Land insgesamt mit bis zu 12,5 Millionen Euro fördert. Das hat eine unabhängige Jury empfohlen.

Wirtschaftsminister Garrelt Duin: „Nordrhein-Westfalen bringt alle Voraussetzungen mit, um das Digitalland Nummer Eins in Deutschland zu werden. Dazu brauchen wir eine enge Zusammenarbeit zwischen der klassischen, an Rhein und Ruhr beheimateten Industrie und den innovativen Startups. Die Hubs in Aachen, am Rhein, im Münsterland und im Ruhrgebiet sind der Schlüssel dazu: Hier können sich die Partner finden und gemeinsam digitale Geschäftsmodelle entwickeln.“

Prof. Dr. Tobias Kollmann, Beauftragter für die Digitale Wirtschaft NRW: „Die DWNRW-Hubs sind der Kern unseres digitalen Updates für unser Bundesland. Sie werden sowohl vor Ort als auch über die gegenseitige Kooperation zu einer wirkungsvollen Gesamtstruktur für den Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen zwischen Startups, Mittelstand und Industrie in NRW. Dafür spricht auch die große Anzahl an regionalen und überregionalen Unterstützern, welche die Hub-Bewerbungen zusammengetragen haben.“

Diese Vorhaben hat die Jury empfohlen (alphabetische Reihenfolge):

 digitalHUB Aachen: Das geplante Zentrum bringt digitale Gründer, IT-Mittelstand (Enabler), digitale Anwender aus der Wirtschaft (User) sowie Region und Wissenschaft (Supporter) zusammen. 100 Organisationen/Unternehmen finanzieren mit. Partner: RWTH Aachen, Bundesverband IT-Mittelstand e.V., GründerRegion Aachen, IHK und HWK Aachen, Stadt und Städteregion Aachen, Bistum Aachen, Fachhochschule Aachen.

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„Kein Kind zurücklassen“ wirkt und lohnt sich

Nach der erfolgreichen Auswertung in 18 Modellkommunen wird das Land das Vorhaben für alle Kommunen in NRW öffnen
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung, haben in der Staatskanzlei in Düsseldorf den Abschlussbericht des Modellprojektes „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor“ vorgestellt.
„‚Kein Kind zurücklassen‘ ist ein Erfolg und wir wollen die vorbeugende Politik in Nordrhein-Westfalen fortsetzen – weil sie gut für die Kinder und für die Zukunft des Landes ist“, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. „Kein Kind zurücklassen“ habe den Praxistest bestanden. „Wir sind sehr beeindruckt davon, wie viel Engagement Kommunen in die Unterstützung ihrer Kinder und Familien investiert haben, und wir sind sicher, dass sie damit auf dem richtigen Weg sind“, unterstrich auch
Dr. Brigitte Mohn.
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418 Millionen Euro für Universitätsklinik Aachen

Neubau der Zentralen OP-Abteilung und neue KreißsäleFörderprogramm des Landes NRW für Baumaßnahmen an Universitätskliniken
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:
Am Uniklinik-Standort Aachen wird das Land bis 2020 rund 418 Millionen Euro für zwölf Bau- und Sanierungsprojekte investieren. Die Maßnahmen gehören zum neuen Medizinischen Modernisierungsprogramm (MedMoP) des Landes. Medizinische Fakultäten und Universitätskliniken sind für den medizinischen Fortschritt durch exzellente Forschung sowie für eine moderne Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte unverzichtbar. Bei der Krankenversorgung spielen sie eine Schlüsselrolle.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze stellte gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Ittel, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Aachen, und Peter Asché, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums, die geplanten Projekte vor.

In Aachen sind es insgesamt zwölf Maßnahmen: vier Neubauten, darunter einer für die neue Zentrale OP-Abteilung, sechs große Baumaßnahmen zur Erweiterung und Neustrukturierung wie etwa die Strahlenmedizin und die Operative Intensivpflege sowie zwei Baumaßnahmen zur Erhaltung des Gebäudes und der Technik.

„Die Unikliniken ermöglichen medizinische Behandlungen von kompliziertesten Erkrankungen. Sie treiben Spitzenforschung voran und bilden exzellente Ärztinnen und Ärzte aus. Daher brauchen wir eine sichere, effiziente und leistungsfähige bauliche Infrastruktur auf höchstem Niveau“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Insgesamt fließen bis 2020 rund 2,2 Milliarden Euro über das MedMoP in Bauvorhaben an den sechs Universitätskliniken in NRW. Mit diesen Mitteln wird eine hochmoderne und patientenorientierte Krankenversorgung sichergestellt.

„Im Hinblick auf die Komplexität und Schwere der behandelten Erkrankungen ist die Uniklinik RWTH Aachen mittlerweile führend in NRW und bundesweit auf Platz drei. Wir freuen uns außerordentlich, dass das Land NRW uns mit dieser Investition die Möglichkeit bietet, diese erfolgreiche Strategie einer zunehmend komplexeren klinischen Leistungserbringung zu verstetigen und entlang neuer Bedarfe zu gestalten. Das ist ein sehr nachhaltiges und zukunftsorientiertes Verständnis von Universitätsmedizin‟, erklärte Prof. Dr. med. Thomas H. Ittel.

Auch Peter Asché, Kaufmännischer Direktor, unterstützt die Initiative des Landes: „Das Programm kommt angesichts der Finanzlage und des hohen Modernisierungsbedarfs der Uniklinika zur richtigen Zeit. Auf diese Weise schaffen wir eine moderne und leistungsfähige OP-Einheit und die für unser Leistungsangebot so wichtigen Intensivkapazitäten.“

Folgende Bau- und Sanierungsprojekte sind an der Uniklinik in Aachen geplant:

Zentrale OP-Abteilung: Der Neubau der Zentralen OP-Abteilung ist der wichtigste Baustein zur Optimierung der Krankenversorgung in Aachen. Hier entstehen modernste OP-Strukturen und angeschlossene Intensiv-stationen. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten sowie das Personal. Es wird zudem ein erheblich wirtschaftlicherer Betrieb der Universitätsklinik ermöglicht. (Baukosten: 151.000.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 30.000.000 Euro).

Erweiterungsgebäude für die Operative Intensivpflege, den Kreißsaal und das Perinatalzentrum: Der Anbau an das Hauptgebäude der Uniklinik Aachen schafft zusätzliche räumliche Kapazitäten. Unter anderem werden zeitgemäße räumliche Strukturen für die Frauenklinik geschaffen, auch durch neue Kreißsäle. Für das Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe entsteht eine neue neonatologische Intensivstation. Zudem werden zusätzliche Intensivbetten verwirklicht, die für die Versorgung Schwerstverletzter notwendig sind (Baukosten: 42.511.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 12.000.000 Euro).

Erneuerung der Dampf-, Kälte- und Wärmeversorgung sowie des Blockheizkraftwerkes: Die Energieversorgung der Uniklinik Aachen wird vollständig neu aufgebaut. Strom, Dampf, Kälte und Wärme werden zukünftig vor Ort mit fortschrittlichster Technik erzeugt. Die wesentlich effizienteren Anlagen werden nicht nur umweltschonender arbeiten. Auch die wirtschaftliche Situation des UK Aachen wird verbessert (Baukosten: 56.706.800 Euro, Ersteinrichtungskosten: 216.000 Euro).

Erweiterungsgebäude Strahlentherapie: Die aktuelle Entwicklung der Strahlentherapie verbessert die Chancen an Krebs Erkrankter erheblich. Die neuen Verfahren erfordern einen technischen Aufwand, der in den bestehenden Einrichtungen nicht umsetzbar ist. Durch das Erweiterungsgebäude können demnächst in Aachen modernste Linearbeschleuniger zum Einsatz kommen (Baukosten: 25.000.000 Euro, Erst-einrichtungskosten: 5.000.000 Euro).

Neubau Betriebskindergarten und Sozialpädiatrisches Zentrum: 

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für die Universitätskliniken als Arbeitgeber ein wichtiges Anliegen und ein bedeutender Faktor bei der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder ist stetig steigend. Dem wird durch den erheblich größeren Neubau Rechnung getragen (Baukosten: 13.100.000 Euro, Erst-einrichtungskosten: 1.400.000 Euro).

Neubau Kinder- und Jugendpsychiatrie: Zusätzliche Behandlungsplätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind nach Feststellung des Gesundheitsministeriums in der Region Aachen notwendig. Die Uniklinik Aachen schafft mit dem Neubau diese dringend benötigten stationären und tagesklinischen Betten in einem modernen Gebäude (Baukosten: 12.900.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 1.233.000 Euro).

Neubau Hybrid-OP: Zur optimalen Behandlung kardiologisch erkrankter Patienten wird ein Hybrid-OP geschaffen. In diesem ist es möglich, dreidimensionale Aufnahmen von Gefäßen in höchster Präzision selbst während eines operativen Eingriffs zu machen. Dadurch können komplizierteste minimal-invasive Eingriffe an Herz und Gefäßen in der Uniklinik vorgenommen werden (Baukosten: 3.416.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 2.100.000 Euro).

Verfügungsgebäude Psychiatrie: Das Universitätsklinikum Aachen hat kürzlich die psychiatrische Pflichtversorgung zusätzlicher Gebiete über-tragen bekommen. Zur angemessenen Behandlung dieser neuen Patientinnen und Patienten werden erweiterte Räumlichkeiten benötigt, die durch den Neubau geschaffen werden (Baukosten: 20.000.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 2.000.000 Euro).

Sanierung Endoskopie: Die Grundinstandsetzung der Endoskopie wird vollendet. Damit wird dieser für die innere Medizin zentrale Funktionsbereich in Zukunft mit modernstem Instrumentarium zur Verfügung stehen. Die Abläufe und das Leistungsspektrum der Endoskopie können so optimiert werden (Baukosten: 4.910.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 1.300.000 Euro).

Radiopharmakalabor: Radiopharmaka sind grundlegender Bestandteil bei der Diagnostik und Therapie verschiedener Erkrankungen. Aufgrund der kurzen Halbwertszeit der Erzeugnisse ist die qualitätsgesicherte eigene Herstellung von Radiopharmaka notwendig. Diese ist technisch sehr anspruchsvoll. Neben den Möglichkeiten der Verwendung der Radiopharmaka in Diagnostik und Behandlung sind sie zugleich die Grundlage für weiterführende Forschung im Institut für Nuklearmedizin (Bau-kosten: 6.675.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 4.820.000 Euro).

Sanierung der automatischen Warentransportanlage: Mit der sogenannten AWT-Anlage wird Warenlogistik für das gesamte Gebäude des Universitätsklinikums abgewickelt. Nach über dreißigjähriger Betriebszeit muss deren Mechanik und Elektrik grundlegend saniert werden, um die Betriebsbereitschaft auch zukünftig sicher zu stellen (Baukosten: 6.431.000 Euro).

Umsetzung von Brandschutzauflagen: Zur weiteren Verbesserung des Brandschutzes wird in den umzurüstenden Treppenhäusern des Zentralgebäudes eine Spüllüftungsanlage zur Entrauchung verwirklicht (Baukosten: 15.369.000 Euro).

Über die Universitätsklinik Aachen

Die Uniklinik Aachen verbindet als Supramaximalversorger patientenorientierte Medizin und Pflege, Lehre sowie Forschung auf internationalem Niveau. Mit 34 Fachkliniken, 25 Instituten und fünf fachübergreifenden Einheiten deckt die Uniklinik das gesamte medizinische Spektrum ab. Hervorragend qualifizierte Teams aus Ärzten, Pflegekräften und Wissenschaftlern setzen sich kompetent für die Gesundheit der Patienten ein. Die Bündelung von Krankenversorgung, Forschung und Lehre in einem Zentralgebäude bietet beste Voraussetzungen für einen intensiven interdisziplinären Austausch und eine enge klinische und wissenschaftliche Vernetzung. Rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für patientenorientierte Medizin und eine Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Die Uniklinik versorgt mit 1.400 Betten rund 45.000 stationäre und 200.000 ambulante Fälle im Jahr.

 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Telefon 0211 896-4790.