Neue Konzepte in der Frauenhausarbeit und Frauenhilfeinfrastruktur

Gewalt gegen Frauen ist kein Kavaliersdelikt. Nach wie vor leiden Frauen unter häuslicher Gewalt und flüchten sich in Frauenhäuser. Aber ist dieses Modell einer anonymen Unterbringung mit einer einseitig parteiischen Beratung der Frau noch der richtige Weg? Immer mehr Frauen berichten, dass sie die Gewalt beenden möchten, nicht aber die Beziehung…
Bereits im Dezember 2013 hat sich der Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation im Rahmen eines Sachverständigengesprächs mit dem Thema „Oranje Huis- auch ein Konzept für NRW?“ beschäftigt. Vorausgegangen war ein Besuch des Ausschusses in den Niederlanden, denn in unserem Nachbarland gibt es die „Oranje Huizen“ für von Gewalt betroffene Frauen, die mit einem systemischen Ansatz unter Einbezug der ganzen Familie arbeiten und deren Adresse auch – anders als die Frauenhäuser in Deutschland – bekannt sind. Bei diesem Sachverständigen Gespräch berichteten zwei der Eingeladenen, dass sie bereits in Ansätzen mit diesem neuen Modell arbeiten.
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Empfang der Shanghai Women’s Federation

Am 18. August empfing die Landtagsabgeordnete Daniela Jansen, in Ihrer Funktion als Vositzende des Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation, eine Delegation der Shanghai Women’s Federation.
Die Damen aus Shanghai hatten den weiten Weg auf sich genommen, um sich vor Ort im Düsseldorfer Landtag über Frauen- und Familienpolitik zu informieren und Erfahrungswerte für die chinesische Gesellschaft mitzunehmen.
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Gerda Kieninger: „CDU muss Blockadehaltung bei ‚Ehe für alle‘ aufgeben“

Die Ehe bleibt gleichgeschlechtlichen Paaren noch immer in Deutschland verwehrt. „Dabei sollten alle Menschen ungeachtet ihrer sexuellen Identität das gleiche Recht haben, einander zu heiraten“, kommentiert Gerda Kieninger, Sprecherin für den Politikbereich Frauen, Gleichstellung und Emanzipation in der nordrhein-westfälischen SPD-Landtagsfraktion, die heutige Debatte über die ‚Ehe für alle‘ im Landtag.
„Das irische Referendum zur Öffnung der Ehe hat auch in Deutschland eine neue Diskussion über das Thema ausgelöst. Umfragen machen deutlich: Immer mehr Menschen wollen keinerlei rechtliche Einschränkungen mehr für gleichgeschlechtliche Paare. Drei Viertel der Deutschen sprechen sich für Gleichstellung aus. Dieser gesellschaftlichen Realität können wir uns nicht noch länger verschließen. Umso unverständlicher ist die Haltung der CDU, die sich gegen diese Realität sperrt.
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„Gemeinsam für Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern!“

22 Prozent – das ist die Zahl, um die sich am 20. März alles dreht. Das ist der „Equal Pay Day“ – der Tag, der auf die Gehaltsunterschiede von Frauen und Männern hinweist. Die durchschnittliche Differenz liegt in Deutschland wie auch in NRW bei 22 Prozent. 79 Tage müssen Frauen in Deutschland arbeiten, bis sie auf das gleiche Lohnniveau kommen wie Männer. Also arbeiten sie vom 1. Januar bis zum 20. März umsonst. Deutschland ist mit dieser traurigen Statistik weiterhin unter den Schlusslichtern der Europäischen Union. Dazu erklärt Gerade Kieninger, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag:
„Deshalb setzen wir uns weiterhin für Entgeltgleichheit ein. Die Arbeit von Frauen und Männern soll auch dann gleich bezahlt werden, wenn sie inhaltlich verschieden, jedoch hinsichtlich ihrer Anforderungen und Belastungen von gleichem Wert sind. Die Gründe für diese Lohnlücke sind vielfältig. Noch immer wählen Frauen häufig Berufsbrachen, die weniger gut bezahlt sind, sie arbeiten häufiger in Teilzeit oder scheiden für ihre Familie ganz aus dem Berufsleben aus. Und sie sind seltener in Führungspositionen vertreten.
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Weiblicher Genitalverstümmelung endschieden begegnen

Gemeinsame Erklärung des Ausschusses für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, von der weltweit immer noch Millionen von Frauen und Mädchen betroffen sind.
Auch in Deutschland leben nach Schätzungen von TERRE DES FEMMES mindestens 19.000 betroffene Frauen und 4.000 bis 6.000 von Beschneidung bedrohte Mädchen – davon allein in Nordrhein-Westfalen über 5.600 potentiell betroffene Frauen.
Der 6. Februar wurde auf eine Initiative der Nichtregierungsorganisation Inter-African Committee on Traditional Practices Affecting the Health of Women and Children (IAC) aus dem Jahre 2003 zum „Internationalen Nulltoleranztag gegen Verstümmelung weiblicher Genitalien“ erklärt, um auf das Thema regelmäßig und weltweit aufmerksam zu machen und die Abschaffung der Praktiken einzufordern.
Dieses Ziel verfolgt auch der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen, der am 6. Februar 2007 gegründet wurde. Er ist der erste Arbeitskreis in dieser Form auf Landesebene und Modell für andere Bundesländer.
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Plenarrede zum Haushalt im Bereich Frauen, Gleichstellung und Emanzipation

Im Rahmen der Haushaltsdebatte hat Daniela Jansen am 4. Dezember im Plenum des NRW-Landtags gesprochen.
Die Vorsitzende des „Frauenausschusses“ vertrat dabei die Position der SPD-Fraktion zum Haushalt im Bereich Frauen, Gleichstellung und Emanzipation.
Festzuhalten bleibt, dass die Haushaltsmittel trotz haushalterischer Beschränkungen für diesen Bereich seit 2010 um 7,6 Millionen Euro ausgebaut werden konnten. Dies stellt unter anderem für die Frauenhilfeinfrastruktur ein wichtiges Signal dar, wird somit doch die Planungssicherheit für diese unerlässlichen Einrichtungen erheblich erhöht. Auch, dass die Kompetenzzentren Frau und Beruf über die alte Förderperiode hinaus gefördert werden, ist ein Erfolg und ein Beweis der guten Arbeit, die diese unter anderem beim Wiedereinstieg von Frauen in den Arbeitsmarkt leisten. In den nächsten Jahren gilt es die Mittel für den Politikbereich weiter auszubauen.

Hier finden Sie die komplette Plenarredde (3:35 Min.) als Video-Mitschnitt

 

POSITIV ZUSAMMEN LEBEN – Gemeinsam gegen Angst und Ausgrenzung

Presseerklärung der AIDS-Hilfe Aachen e.V. zum Welt-AIDS-Tag 2014
Das Motto des diesjährigen Welt-AIDS-Tages lautet:
„POSITIV ZUSAMMEN LEBEN – Gemeinsam gegen Angst und Ausgrenzung“

2014 findet der Welt-Aids-Tag zum 27. Mal statt. Seit 1988 wird er jährlich am 1. Dezember begangen. Mit zahlreichen spannenden Aktionen erinnern Regierungen, Organisationen und Vereine weltweit an diesem Tag an HIV und AIDS, und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen zu zeigen. Das Spektrum reicht von Informationsständen in der Innenstadt über Podiumsdiskussionen bis hin zu Spendenssammelaktionen.
Der Welt-Aids-Tag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft – weltweit wie auch in Europa und Deutschland – daran zu erinnern, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist. Auch, damit überall die notwendigen Mittel bereitgestellt werden und sich Vorbeugung, Aufklärung, Behandlung und Hilfe für die Betroffenen an ihren Lebensrealitäten orientieren können.
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Die Frauenquote ist ein wichtiger Schritt für die Gleichberechtigung

Die Spitzenvertreter der Koalition aus CDU/CSU und SPD im Bund haben sich auf eine gesetzliche Frauenquote verständigt. Die geplante Quote soll noch im Dezember verabschiedet werden und 2016 in Kraft treten. „Die Zusammensetzung der obersten Führungsetagen in den Unternehmen ändert sich nicht von selbst, umso wichtiger ist diese politische Entscheidung“, sagt Gerda Kieninger, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen.
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Gemeinsame Erklärung des Ausschusses für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“

Werbung erzeugt Aufmerksamkeit, Konsumbedürfnisse und Vorbilder, die die
beworbenen Produkte mit Lebensstilen, -gefühlen und -zielen bestimmter
Rollenbilder verknüpfen. Sie bedient sich dabei kultureller Zeichen und Bilder
und prägt diese mit. In der Werbelandschaft werden immer wieder sexistische,
diskriminierende und frauenfeindliche Motive verwendet. Derartige Werbung
reduziert Menschen auf überkommene Normen und diskriminierende
Rollenvorstellungen und festigt Geschlechterklischees.
Sexistische, diskriminierende und frauenfeindliche Werbung hat negative
Auswirkungen für die gesamte Gesellschaft und ist in Deutschland verboten.
Insbesondere beeinträchtigt sie auch Kinder und Jugendliche, weil sie ihre
Lebenswelt nicht unerheblich beeinflusst und ihr Bild von Geschlechterrollen
nachhaltig negativ prägt.
Die Darstellung von spärlich bekleideten Frauen wird gerne genutzt, um auf diverse Produkte aufmerksam zu machen. Meistens besteht kein inhaltlicher Zusammenhang zwischen dem beworbenen Produkt und dem Frauenkörper.
Diese Art der Werbung kann als eine Form der Gewalt empfunden werden – oder den Beginn von Gewalt markieren. Frauen werden zu allzeit bereiten Objekten degradiert.
Der Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation distanziert sich von dieser Art der Werbung, weil sie gesellschaftliche Rollenbilder zementiert und zeigen soll, wie Frauen und Männer angeblich zu sein haben. Wir stehen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern in der Gesellschaft und gelebte Emanzipation und dem Glauben an die soziale, ökonomische und politische Gleichheit der Geschlechter.
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Landtagstalk „Anonyme Spurensicherung in NRW – Auf dem Weg zu einem landesweiten Konzept“

Die Veranstaltung ist offen für Interessierte und findet statt
am Dienstag · 18. November 2014 · 17:00 Uhr
Landtag NRW · Saal der SPD-Fraktion
Platz des Landtags 1, 40221 Düsseldorf

Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen des Landtags NRW ist eine Anmeldung zwingend erforderlich.
Zur Einfahrt in die Tiefgarage geben Sie bei der Anmeldung bitte Ihr KFZ-Kennzeichen an.

Jede Frau kann Opfer eines sexuellen Übergriffs werden – unabhängig von Aussehen, Alter, Kleidung, sexueller Orientierung, körperlicher Verfassung, Auftreten und sozialem Status. Im Jahr 2012 wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik in Nordrhein-Westfalen 2.225 Fälle von Vergewaltigungen und besonders schwere Fälle sexueller Nötigung registriert. Die Zahlen der Anzeigen sehen jedoch anders aus: Lediglich 15 Prozent der von körperlicher Gewalt betroffenen Frauen erstatten Anzeige, bei sexualisierter Gewalt sind es nur 8 Prozent.
Die anonyme Spurensicherung (ASS) bietet für Betroffene einer sexuellen Straftat eine niedrigschwellige Möglichkeit, die Anzeigenerstattung zeitlich aufzuschieben und gleichzeitig vorhandene Spuren gerichtsverwertbar und anonym sichern zu lassen. Unser Ziel für NRW ist eine bedarfsgerechte und flächendeckende Angebotsstruktur. Weiterlesen