„Gesetz zur Lohngleichheit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Entgeltgleichheit auf dem Arbeitsmarkt“

Heute hat das Bundeskabinett den „Gesetzentwurf zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen“ beschlossen. Dazu erklärt Regina Kopp-Herr, Sprecherin für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation der SPD-Fraktion im Landtag NRW:„Wir begrüßen diesen weiteren notwendigen Schritt in Richtung der Entgeltgleichheit zwischen den Geschlechtern. Der Gesetzentwurf soll Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern sichtbar machen und verkleinern. In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigen wird die Möglichkeit geschaffen, bei Hinweisen auf eine Lohndiskriminierung, die eigene Bezahlung zu überprüfen und in Relation zu einem Kollegen in vergleichbarer Position zu setzen. Auch Männer können von dieser Maßnahme Gebrauch machen. Sollte bei einer nachgewiesenen geschlechtsbedingten Ungleichbehandlung der Arbeitgeber nicht geeignete Maßnahmen zur Aufhebung der Benachteiligung ergreifen, können die Beschäftigen Klage einreichen.

Erfreulich ist auch, dass die Betriebsräte in ihrer Rolle und Funktion gestärkt werden. Durch sie können Beschäftige in tarifgebundene Unternehmen und solche, die verbindlich einen Tarifvertrag anwenden, ihrem Rechtsanspruch auf Lohntransparenz Ausdruck verleihen.

In Deutschland verdienen Frauen immer noch rund 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Ursachen für die Lohndiskriminierung sind vielfältig und lassen sich nicht immer auf Teilzeitbeschäftigung zurückführen.

Daher brauchen wir eine grundlegende gesellschaftliche Auseinandersetzung über die Wertigkeit von Arbeit. Das Prinzip der gleichen Bezahlung bei gleicher Arbeit macht einen wesentlichen Bestandteil dieser Wertigkeit aus. Neben der bereits durchgesetzten Frauenquote in Führungspositionen wurde heute erneut eine Weichenstellung für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt gelegt.“

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.