Tatkraft-Tag im dm

„Frau Jansen- ich berate Sie gern“ steht auf meinem Namensschild, das am dm-Kittel befestigt ist. Mein Tatkraft-Tag im dm im Aquis Plaza beginnt um 9 Uhr morgens. Die Kolleginnen des Einräumdienstes haben schon drei Stunden lang gearbeitet und die Regale bestückt. Marktleiterin Frau Schmidt und Assistent Herr Hill erklären mir zunächst bei einer Tasse Kaffee, wie ihr persönlicher Weg sie in den dm geführt hat. Beide sind ausgebildete Drogistin bzw. Drogist, und auch jetzt hat die Filiale unter ihren insgesamt 24 Teammitgliedern 2 Azubis. Foto: Birgit Triesch
Nachdem wir auch geklärt haben, wie mich mein Weg in die Politik und den Landtag geführt hat, geht es los: „Wir machen jetzt die Defektur“, erklärt Frau Schmidt, und schon schieben wir einen Regal mit bio-Produkten in den Gang. Ich räume Nudeln aus Kichererbsenmehl, Kokoswasser und vegetarische Bolognese ein und merke nach einer halben Stunde: das ist ganz schön anstrengend! Bücken, heben, ausräumen und gleichzeitig als Ansprechpartnerin für die Kundinnen bereit zu stehen, erfordert Konzentration.
Eine ältere Dame fragt nach einem Hygieneartikel, der aktuell nicht im Regal zu finden ist. Mit dem Schild in der Hand gehe ich nach hinten ins Lager, Frau Schmidt scannt die Nummer ein, und siehe da: es sind noch Packungen vorrätig, die ich auch finde und der Kundin gebe. Weiter geht es mit dem einräumen, dieses Mal sind Duschgels und Schaumbäder auf meinem Wagen. Mich spricht ein Kunde an, deren Begleiterin nur spanisch spricht: „Ich hab doch keine Ahnung von Shampoo, können Sie uns mal helfen?“ fragt er im schönsten Öcher Slang. Aber gern, mein Spanisch entspricht zwar wahrscheinlich dem Standard einer Grundschülerin, aber nach einer kurzen Beratung zu Haarbeschaffenheit, Farbe und Pflegebedarf kann ich mit Shampoo und Spülung weiter helfen. Beide gehen zufrieden zur Kasse. „Durch die Beratung setzen wir uns deutlich von anderen Discountern ab, die auch Kosmetikprodukte verkaufen“, erklärt Frau Schmidt. Alle Mitarbeiterinnen, mit denen ich an diesem Tag sprechen kann, sind voll zufrieden mit ihrem Arbeitgeber, loben Entwicklungsmöglichkeiten und ich bin überrascht, dass die Vollzeit-Arbeit 37,5 Stunden entspricht.
Foto: Birgit TrieschNach meiner Mittagspause wird es dann ernst: Nach meiner Anfrage an den dm zu meinem Tatkraft-Einsatz bot mir das Unternehmen an, eine Stunde zu kassieren und den Erlös plus einem Obolus an einen von mir benannten guten Zweck zu spenden. Ich habe mich für das Projekt der WABe e.V. „FrauenNotWohnen“ entschieden, das wohnunsglosen Frauen eine Bleibe bieten soll.
Um 15 Uhr sitze ich mit Unterstützung von Herrn Hill an der Kasse und es geht los. Ich sehe sofort, dass viele meiner Bekannten, Freunde und auch die Mitarbeiterinnen der WABe selbst gekommen sind, um den Umsatz in die Höhe zu treiben. Und da ich keine größeren Schäden in und an der Kasse verursache und die Leute alle sehr freundlich sind und auf mich Neuling Rücksicht nehmen, kommt die großartige Summe von 2.700 € zusammen, die der dm auf 5.400 € verdoppelt!!! Foto: Birgit Triesch
Ein tolles Ergebnis und ein toller Tag…

Vielen lieben Dank an dm und die netten Kolleginnen und Kollegen für diesen Tag, die Eindrücke und nicht zuletzt für die großzügige Spende.

 

Fotos: Birgit Triesch

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