Stadtteilkochen in der Forster Seniorenberatung

Ein Artikel unserer Praktikantin Amelie Kaufmann:
Einmal quer durch den Garten – diesem Motto folgte an diesem Tag nicht nur das Eintopfgericht, sondern auch die Gesprächsthemen bei der Forster Seniorenberatung. Das Begegnungszentrum für Senioren im Aachener Stadtteil Forst, das Daniela Jansen im Rahmen des Stadtteilkochenns besuchte, leistet einen wichtigen Beitrag in der Forster Nachbarschaft. So zum Beispiel mit einem „Nachbarschaftstelefon“, das an die jeweiligen Ansprechpartner oder Bildungsangebote weitervermittelt.

Das Begegnungszentrum bietet aber nicht nur den Telefondienst für Senioren an, sondern organisiert gemeinsame Freizeitaktivitäten und berät Menschen im Alter zu den Themen Pflege und Demenz. Zweimal die Woche besuchen fünf bis sechs ältere Herrschaften die Betreuungsgruppe „Lebensräume“ für demenziell Erkrankte.  Neben Themenwochen wie Frühlingserwachen oder Karneval, wird in gemeinsamer Runde gesungen, gespielt, gekocht und erzählt. Die Ehrenamtlerin Frau Janikulla und Sozialpädagogin Frau Siebenhaar leiten die Gruppe „Lebensräume“ mit viel Engagement und Herzblut.

Das Stadtteilkochen stiess bei den SeniorinnInnen und Ehrenamtlern auf grosse Begeisterung. In lockerer Runde mit sechs Senioren und drei Ehrenamtlern erhielten die Gäste Daniela Jansen und Pfarrer Martin Obrikat einen Einblick in die tägliche Arbeit des Forster Begegnungszentrums. Begonnen wurde der Tag mit einem reichhaltigen Frühstück, gefolgt von einer Gesangsrunde und Bewegungsspielen. Im Anschluss ging es gleich an die Vorbereitung des Mittagessens. Diese Mal stand auf dem Speiseplan: Frühlingsgemüsesuppe

Gemeinsam an einem Tisch wurden Bohnen geschnitten, Lauch gerupft, Kartoffeln geschält und dabei viel erzählt, gesungen und gelacht. Die lauschige Runde wurde geprägt durch heimatliche Erinnerungsstücke, alte Bekanntschaften, und aktuelle Themen wie Altenpflege, Unterstützung älterer Menschen mit Demenzerkrankung, Kinderbetreuung und die Bedeutung des Ehrenamts. Für eine rege Diskussion sorgte vor allem das Thema im Mittelpunkt des Tages: Der Bürgerkontakt mit Politikern vor Ort. Dabei wurde herausgestellt, dass in NRW oftmals zu wenig Kontakt zwischen Bürgern und ihren Abgeordneten bestehe. Daher sei es von zentraler Bedeutung, das gemeinsame Gespräch zu suchen und gemeinsame Bezugspunkte zu vertiefen.

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