6,6 Millionen Euro zusätzlich für mehr Bildungsgerechtigkeit

Erlass zur Erhöhung der Fördersätze für die OGS tritt in Kraft
Die Landesregierung erhöht ab dem 1. Februar 2015 die Fördersätze für die Offene Ganztagsschule (OGS) im Primarbereich. Der entsprechende Erlass ist heute in Kraft getreten. Die Anhebung erfolgt in zwei Schritten: Zum 1. Februar 2015 und zum 1. August 2015 steigt die Landesförderung um je 1,5 Prozent. Ab 2016 werden die Fördersätze jährlich um 1,5 Prozent erhöht.
Schulministerin Sylvia Löhrmann betonte, dass die Fördersätze erstmalig langfristig angehoben werden: „Die dauerhafte Erhöhung der Fördersätze garantiert Verlässlichkeit. Es ist ein wichtiger Schritt, das Ganztagsangebot für die Kinder in NRW beständig auszubauen und die Qualität weiter zu verbessern.“

Durch die Anhebung der Landeszuschüsse steigen die Fördersätze des Landes in diesem Jahr in zwei Schritten um insgesamt 30 Euro pro Kind bzw. 56 Euro pro Kind mit besonderem Förderbedarf.
Insgesamt investiert die Koalition damit im Jahr 2015 rund 6,6 Millionen Euro zusätzlich in die offenen Ganztagschulen. Damit werden im Ganztagsbereich insgesamt rund 357 Millionen Euro ausschließlich für die OGS ausgegeben.

Darüber hinaus stehen für Kinder aus neu eingewanderten Flüchtlingsfamilien und in vergleichbaren Lebenssituationen (z.B. Sinti und Roma) 2.600 zusätzliche Plätze in Schulen mit einem offenen Ganztagsangebot zur Verfügung.
Die Maßnahmen des heute in Kraft tretenden Erlasses waren im November 2014 nach Gesprächen mit den Kommunalen Spitzenverbänden beschlossen und einhellig begrüßt worden. Die Anhebung der Fördersätze unterstützt systematisch die quantitative und qualitative Weiterentwicklung der offenen Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen.

Die Zahl der Plätze in der OGS ist von rund 225.000 Plätzen im Jahr 2010 auf 282.600 Plätze im Jahr 2015/16 gestiegen. Dies entspricht einer Deckungsquote von rund 40 Prozent.

Ministerin Löhrmann: „Die offenen Ganztagsschulen leisten als Lern- und Lebensort einen wichtigen Beitrag zur umfassenden Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Sie eröffnen vielen Kindern zusätzliche Bildungschancen und tragen so zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Telefon 0211 5867-3505.

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