Frauen in der rechten Szene – Ein Vortrag von Sarah Vespermann

Am Donnerstagabend, den 30. Oktober lud die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) zu einem Vortrag über Frauen in der rechten Szene ein. Sarah Vespermann, die an der RWTH Aachen Politikwissenschaften studierte und zur Zeit in Berlin promoviert, informierte über die aktuellen Entwicklungen der Szene.
Danach engagieren sich immer mehr Frauen in der rechten Szene oder entwickeln zumindest eine rechtsextreme Einstellung. Gefährlich sei dabei die Tatsache, dass die Öffentlichkeit die Gefahr, die von dieser Entwicklung ausgeht, nicht genug wahrnehme, so die 29-Jährige Politikwissenschaftlerin.
Besonders betonte sie, dass immer mehr Frauen nicht nur passive Akteure sind, sondern Straftaten befürworten oder sich sogar selbst daran beteiligen.
Eine besondere Gefahr ginge ihr nach davon aus, dass die Öffentlichkeit, Medien und Politik der Thematik zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Gerade, dass Frauen in der rechten Szene als Erzieherinnen arbeiten oder Elternbeiräten an Schulen beisitzen, gibt diesen die Möglichkeit rechtsextremes Gedankengut zu verbreiten. Auch bieten die sozialen Netzwerke diesen Frauen zu viel Spielraum für ihre Propaganda.
Ganz wichtig, so Vespermann, sei es entsprechende Behörden und vor allem im Sozial-und Bildungswesen über die Thematik aufzuklären und zu informieren, denn Frauen in der rechten Szene stellen eine aktive Gefahr dar.

Sarah Vespermann, Mitglied der SPD, arbeitete bereits für die Hans-Böckler-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung. Momentan arbeitet sie in der Abteilung Frauen und Gleichstellung der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen in Berlin.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.