Besuch des Ehrenfriedhofes auf dem Aachener Waldfriedhof

Es war ein gutes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement, das vor wenigen Wochen zahlreiche Pressevertreter und eine ganze Delegation auf den Aachener Waldfriedhof zog. Neben Vertretern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in NRW, darunter deren Landesvorsitzender NRW-Justizminister Thomas Kutschaty, und zahlreichen Mitarbeitern des Aachener Stadtbetriebs war der vielleicht wichtigste Teilnehmer ein 86-jähriger Rentner aus Burtscheid, Herr Heinz Amian.
Eben dieser hatte im März letzten Jahres den Kontakt zum Wahlkreisbüro von Daniela Jansen gesucht, um den schlechten Zustand der Gräber auf dem Aachener Ehrenfriedhof zu bemängeln und die Aachener Landtagsabgeordnete um Hilfe in dieser Angelegenheit zu bitten.
Der Aachener Ehrenfriedhof ist die letzte Ruhestätte von Opfern der beiden großen Weltkriege, sowie von Opfern des Nationalsozialistischen Regimes und erstreckt sich über ein größeres Gelände rund um den Bismarckturm auf dem Aachener Waldfriedhof. Während an anderen Gräberfeldern in den letzten Jahren Verbesserungen durchgeführt wurden, waren es die Gräber der zivilen Opfer des schwersten Bombardements auf die Stadt Aachen, vom 11.4.1944, die sich in einem besonders schlechten Zustand befanden. Gerade mit Blick auf den 70. Jahrestag dieses Bombardements, dem 1400 Menschen zum Opfer fielen, sollte dort nun angepackt werden. Über Minister Thomas Kutschaty wurde schnell der Kontakt zum Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hergestellt, der in der Folge sehr gut mit dem Aachener Stadtbetrieb zusammenarbeitete, so dass eine außerplanmäßige Maßnahme durchgeführt werden konnte. So wurde ein größeres Gräberfeld am Bismarckturm noch bis zum Gedenktag fertiggestellt.
Bei der gemeinsamen Begehung aller relevanten Akteure wurden die durchgeführten Maßnahmen begutachtet und gleichzeitig ein Zeitplan für die weitere Wiederherstellung der Gräberfelder im unteren Bereich vorgestellt.
Alle Beteiligten lobten die gute Zusammenarbeit untereinander sowie den Einsatz von Herrn Amian, der nicht nur den Stein ins Rollen gebracht hatte, sondern sich auch im weiteren Prozess sehr engagiert zeigte.

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