In die Mangel genommen: Ein Tag bei der PiccoBella im Rahmen der Tatkraft-Woche

Puh, ist das warm an einer Heissmangel bei 26 Grad Außentemperatur! Aber ich habe es mir ja selbst so ausgesucht. Am dritten Tag meiner Tatkraft –Woche arbeite ich bei der PiccoBella gGmbH in der Alexanderstrasse und werde sofort ins Team integriert: nach einer kurzen Vorstellung bin ich im Einsatz an der Heißmangel und schiebe Handtücher, Tischdecken und Bettwäsche durch das 50 Grad heiße Gerät. Dabei komme ich ins Gespräch mit Simone (Name geändert). Sie hat zuletzt eine Förderschule in der Städteregion besucht und aufgrund einer Rechenschwäche große Probleme, überhaupt Arbeit zu finden. Jetzt ist sie bei der Integrationsabteilung von PiccoBella beschäftigt, außer in der Textilpflege kommt sie auch als Reinigungskraft bei externen Kunden zum Einsatz. Die Arbeit macht ihr Spaß.

Eine Arbeitnehmerin mittleren Alters hofft darauf, dass ihre Stelle verlängert wird.  Sie ist über das Projekt „öffentlich geförderte Beschäftigung“ angestellt, und da es sich hierbei um ein Landesprojekt handelt, höre ich besonders interessiert zu. Mit ihrem Lebenslauf ist sie ein idealtypisches Beispiel für die Zielgruppe der ögB: „Ich war vorher 10 Jahre arbeitslos und habe kaum noch Chancen, in meinen erlernten Beruf zurück zu kehren“, sagt sie. Im Fokus der Massnahmen stehen erwerbsfähige Leistungsberechtigte des SGB II, die ohne diese Förderung mittelfristig keinen Zugang in das Erwerbsleben finden würden. Neben Aachen gibt es weitere 25 Projekte mit dieser Zielrichtung, und ich finde: das ist gut angelegtes Geld!
Nach einer kurzen Frühstückspause bin ich dann an der Bügelstation im Einsatz. Drei Polo-Shirts und zwei Cargo-Hosen schaffe ich, dann muss ich wieder an die Mangel. Denn um 12 Uhr sind einige der Beschäftigten bei externen Kunden im Einsatz, die Körbe voller Wäsche müssen aber bis zum Nachmittag fertig sein.
Auch, wenn ich leider zwei Knöpfe an einem Bettbezug versengt habe: die Kolleginnen bescheinigen mir gute Arbeit und Einsatzwillen. Und nach einem Abschlussgespräch mit Andrea Heyer-Schmitz und Kay Hohmann als Koordinatorin der sozialen Projekte bin ich dann entlassen. Und ich hoffe sehr, dass die MitarbeiterInnen der Picco Bella weiterhin gut beschäftigt sind!

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