Fachausschuss fordert mehr Frauen in Aufsichtsgremien

Nach den Kommunalwahlen in NRW spricht sich der Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation des Landtags dafür aus, die kommunalen Gremien verstärkt weiblich zu besetzen.
„Die Repräsentanz von Frauen in öffentlichen Gremien liegt immer noch deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben“, so die Vorsitzende des Ausschusses für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation, Daniela Jansen. Nach den Kommunalwahlen habe die Politik nun die Möglichkeit, neue Chancen für Frauen zu schaffen, denn üblicherweise würden zahlreiche Sitze in den Gremien von Sparkasse und kommunalen Beteiligungsunternehmen neu besetzt.

Nach einer kürzlich von der Uni Leipzig vorgelegten Bestandsaufnahme von Frauen in den wesentlichen Gremien öffentlicher Organisationen ergebe sich für NRW ein beunruhigendes Bild, konstatiert Jansen. In den Aufsichtsgremien sowohl der Landes- wie auch Kommunal-Unternehmen liege der Frauenanteil deutlich unter 25 Prozent. Auf Geschäftsleitungsebene sei die Quote mit unter 9 Prozent noch weitaus niedriger.

Nachholbedarf bei der paritätischen Besetzung gibt es der Ausschussvorsitzenden zufolge insbesondere bei den Verwaltungsräten der Sparkassen: „Wir fordern die Kommunalpolitikerinnen und -politiker nachdrücklich auf, die Chance zu ergreifen und dieses Ungleichgewicht zu beheben.“ In den kommenden sechs Jahren müsse die Teilhabe von Frauen in der Kommunalpolitik und in kommunalen Gremien, auch jenseits gesetzlicher Quoten, gestärkt werden.

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