Besuch des Mädchenhauses in Bielefeld

Der AK Frauen, Gleichstellung und Emanzipation der SPD-Landtagsfraktion hielt seine Klausurtagung in Bielefeld ab und nutze die Gelegenheit, die Arbeit des Mädchenhauses Bielefeld e.V. kennen zu lernen.
Seit 1987 bietet dieses landesweit einmalige Haus Hilfe und Schutz für Mädchen und junge Frauen, die sich in einer schwierigen und/oder bedrohlichen Lebenslage befinden. Im Gespräch mit der stellvertretenden Geschäftsführerin Birgit Kurth und ihren Mitarbeiterinnen informierten die Politikerinnen sich über die Schwerpunkte der Arbeit, die in der Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen, die sexualisierte, körperliche und seelische Gewalt erlebt haben, liegen. Mädchen und junge Frauen sollen darin gestärkt werden, für sich neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
Besonderes Interesse hatten die Fachpolitikerinnen an der Beratungsarbeit, die sowohl die regionale Mädchenberatungsstelle, die Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat (NRW-weit), und die interkulturelle Onlineberatung (bundesweit) umfasst.
Für Betroffenheit sorgte die Schilderung über die Arbeit von „Porto Amal“. Das Clearing Haus ist eine Facheinrichtung und betreut minderjährige, unbegleitete Flüchtlingsmädchen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Die Schilderung über die zum teil entwürdigenden Prozeduren, die die Mädchen zur Feststellung ihres Alters bei einem Mediziner ertragen müssen, sorgte für Kopfschütteln bei den Landespolitikerinnen.

Nähere Informationen zur Arbeit unter www.maedchenhaus-bielefeld.de

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