Internationaler Frauentag: Partizipation von Mädchen und jungen Frauen

Mit einem eindringlichen Appell, die tatsächlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Mädchen und junge Frauen gleichberechtigt an Angeboten der Jugendarbeit teilhaben können, dass Mädchen und junge Frauen gleichberechtigt leben und arbeiten können, hat sich Landtagspräsidentin Carina Gödecke zum Internationalen Frauentag 2014 an die Öffentlichkeit gewandt.
Die Vorsitzende des Ausschusses für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation, Daniela Jansen stellte die Themen- und Problemvielfalt der Gleichstellungspolitik  in Ihrer anschließenden Rede dar und betonte wie wichtig schon das frühe Aufbrechen von festgefahrenen Rollenbildern für die gleichberechtigte Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen ist.

Im Plenarsaal des Landtags Nordrhein-Westfalen konnte Gödecke knapp 200 Frauen begrüßen – Gleichstellungsbeauftragte, Vertreterinnen von Frauenbüros, von Frauenvereinen und -verbänden. Vor ihnen stellte die Landtagspräsidentin fest: „Nach wie vor müssen Frauen um ihre Gleichstellung kämpfen, insbesondere im Beruf. Hier fällt weder etwas vom Himmel noch wird ihnen etwas geschenkt.“ Und bezogen auf das Thema der Veranstaltung „Partizipation von Mädchen und jungen Frauen“ stellte Gödecke fest, dass emanzipatorische Mädchenarbeit ein fester Bestandteil der Jugendarbeit auch und gerade im 21. Jahrhundert bleibe. Zwar schienen heute Mädchen und jungen Frauen alle Wege offen zu stehen, einer tatsächlichen geschlechterunabhängigen Chancengleichheit aber wirkten auch heute noch zahlreiche benachteiligende Strukturen entgegen, zum Beispiel das nach wie vor sehr eingeschränkte und oftmals typisch weibliche Berufswahlspektrum von jungen Mädchen. Junge Frauen, so die Landtagspräsidentin weiter, spürten im Alltag recht schnell, dass es Grenzen und Hürden gebe. Damit sich daran etwas ändere, müsse aus dem „subjektiven Spüren“ ein „reflektiertes Erkennen“ werden. Dazu diene der Fachvortrag der Referentin für Genderpädagogik und -politik, Sexualpädagogik, Interkulturelles Lernen und Diversity, Sabine Sundermeyer des Mädchenbeirats von „filia. die frauenstiftung“. Nur aus dem Benennen der Probleme und Herausforderungen könnten Lösungen entwickelt, Veränderungen herbeigeführt werden, so Gödecke.

Nach der Landtagspräsidentin erläuterte die Vorsitzende des Ausschusses für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation, Daniela Jansen (SPD) die fachlichen Ansätze der Ausschussarbeit. In der abschließenden Gesprächsrunde gingen die frauenpolitischen Sprecherinnen der Fraktionen, Gerda Kieninger (SPD), Regina van Dinther (CDU), Josefine Paul (GRÜNE), Susanne Schneider (FDP) sowie Birgit Rydlewski (PIRATEN) auf Erfolge der Frauenpolitik ein, vor allem aber auf notwendige Initiativen, mit denen tatsächliche Chancengleichheit für Frauen erreicht werden könne.

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