Niemals vergessen, niemals verdrängen

An die in Auschwitz ermordeten Menschen hat Landtagspräsidentin Carina Gödecke anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers durch Soldaten der sowjetischen Armee vor 69 Jahren erinnert. Am heutigen internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärte die Landtagspräsidentin: „Auschwitz steht für beispiellose Verbrechen und für unfassbare Unmenschlichkeit. Auschwitz ist der Begriff für durchorganisierte und industriell betriebene Vernichtung, der Millionen von Menschen aus vielen Nationen zum Opfer fielen. Auschwitz ist das Synonym für Rassenwahn und Massenmord vor allem an den europäischen Juden, aber auch an Sinti und Roma.“

Auch heute habe Auschwitz nichts von seinem Schrecken verloren. Das Leiden der terrorisierten, geschundenen und in die Gaskammern getriebenen Menschen dürfe nicht vergessen und verdrängt werden. Carina Gödecke: „Der Gedanke an Auschwitz ist quälend. Aber gerade deshalb müssen wir uns damit auseinandersetzen. Das gilt auch für die Jugend von heute, die sich an Auschwitz erinnern und Lehren daraus ziehen muss. Der Wille, dass ein solches Verbrechen nie wieder geschehen darf, muss von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die Antwort auf Auschwitz ist Menschlichkeit – Menschlichkeit, die nicht unterscheidet nach Hautfarbe oder Religion oder Sprache.“

Demokratie sei nicht selbstverständlich, so Gödecke weiter. Zu ihrer Fortdauer würden junge Menschen gebraucht, die sich für die Demokratie und ihre Werte engagierten. Die im Landtag Nordrhein-Westfalen vertretenen Fraktionen seien sich einig, Provokationen und Hetzkampagnen rechtsextremer Parteien, antisemitische Entgleisungen und die Verhöhnung von Opfern nicht hinzunehmen. Sie wollten gemeinsam darauf hinwirken, dass die nachfolgenden Generationen die Verantwortung anerkennen, die aus Auschwitz und dem Holocaust erwächst.

Carina Gödecke: “ Die Schatten der Vergangenheit sind gegenwärtig. Die Erinnerung an Terror und Holocaust ist zugleich auch Mahnung für den kompromisslosen Einsatz für Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit und für ein deutliches Nein gegen jede Form von Antisemitismus, Willkür und Diskriminierung.“

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