„Die Schützen haben unsere Sympathie“

Zur heutigen Plenarberatung über die Bewerbungen zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO erklärt Andreas Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

„Nordrhein-Westfalen ist eine Heimat des Brauchtums. Dazu zählen seit dem zwölften Jahrhundert nachweislich die ältesten urkundlich erwähnten Schützengilden. Wir begrüßen daher die Bewerbung der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen – ebenso wie wir das Engagement aller weiteren 20 Bewerberinnen und Bewerber zur Aufnahme in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO wertschätzen.

Neben dem Antrag der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen haben sich beispielsweise die Karnevalshochburgen mit ihrem Winterbrauchtum und die Unterstützer der Kirmestradition beworben. Sowohl im Bund als auch auf Länderebene entscheidet eine unabhängige Experten-Jury über das weitere Verfahren.
Dieses Verfahren wollen wir nicht politisieren, sondern vertrauen auf das Urteil der Jury.“

Die Aachener Landtagsabgeordnete Daniela Jansen schließt sich Ihrem Landtagskollegen ausdrücklich an. „Auch in Aachen und den umliegenden Bezirken und Gemeinden spielt gerade das historische Schützenbrauchtum eine große Rolle. Die vielen Schützenvereine, -gilden und -bruderschaften leisten traditionell einen wichtigen Beitrag in unserer Gesellschaft. Ich drücke den Schützen für die Bewerbung die Daumen.“

Zum Hintergrund:
Damit das weltweit vorhandene traditionelle Wissen und Können erhalten bleibt, hat die UNESCO im Jahre 2003 das Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes verabschiedet. Deutschland ist im vergangenen Jahr diesem Übereinkommen beigetreten. Das deutsche Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wird über ein offizielles Aufnahmeverfahren erstellt.

Alle drei Jahre hat die Bundesrepublik Deutschland die Möglichkeit, sich mit einem guten und fundierten Antrag für die Aufnahme einer kulturellen Ausdrucksform in die UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes zu bewerben. Die Vorschläge werden auf nationaler Ebene bei der UNESCO eingebracht. Jeweilige Experten-Komitees entscheiden im Rahmen dieses Verfahrens.“

 

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