StreetScooter ist ein Vorreiter der automobilen Zeitenwende

Aachener StreetScooter GmbH als Ort des Fortschritts ausgezeichnet

Aachen. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Wirtschaftsminister Garrelt Duin haben in Aachen die StreetScooter GmbH als „Ort des Fortschritts“ auszeichnet. Das Unternehmen hat ein rein elektronisches Nutzfahrzeug als Kleintransporter entwickelt. Die ersten 50 Fahrzeuge sind bereits im Testeinsatz. Mit einer neuen Batterietechnologie haben sie eine Reichweite von ca. 80 Kilometern und sind vorrangig für den Stadtverkehr gedacht. Die Deutsche Post testet die E-Fahrzeuge derzeit bei der Auslieferung in Aachen. Hinter der StreetScooter GmbH steht ein Konsortium aus über 80 mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Wissenschaftsministerin Schulze betonte im Rahmen der Auszeichnung die Bedeutung der Elektromobilität. „Die Zukunft der Mobilität ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und sehr viel mehr als eine rein technische Frage“, sagte Schulze. „Der StreetScooter kann hier ein wichtiger Baustein zur Lösung der Mobilitätsfrage werden.“

Aachen ist einer der führenden Standorte für die Forschung rund um Elektromobilität. Alleine an der RWTH arbeiten dazu rund 30 Einrichtun-gen an über 20 Projekten mit einem Budget von über 100 Millionen Euro. „Innovationen entstehen nicht allein in der Forschung, sondern durch enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft“, erklärte Minister Duin. „Für die Zukunft unseres Standortes ist es essenziell, auch die Produktion von Elektromobilen in Nordrhein-Westfalen anzusiedeln. Gerade hier in Aachen sind wir dabei mit dem StreetScooter und dem jüngst gestarteten Zentrum Elektromobilproduktion (ZEP) auf einem sehr guten Weg“, so Duin.

Achim Kampker, Geschäftsführer der StreetScooter GmbH: „Mit den StreetScootern haben wir E-Fahrzeuge geschaffen, die bereits jetzt wirtschaftlich und bei der Deutschen Post/DHL im Testbetrieb sind. Eine besondere Bedeutung dabei hat die starke Ausrichtung auf die Anforde-rungen der Kunden: Nicht zu viel und nicht zu wenig Auto!“

Beide Minister wiesen darauf hin, dass es bei innovativen Ansätzen zur Lösung der Mobilitätsfrage nicht nur um ökologische, sondern auch um ökonomische Fragen gehe. „Individuelle Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Wohlstand. Das E-Mobil ist nicht nur klimafreundlich, sondern gibt technischer Innovation und innovativen Ge-schäftsmodellen, etwa dem Car-Sharing, einen Schub. Die Landesregierung unterstützt E-Mobilität bei der Entwicklung und in der Anwendung, etwa mit Darlehen der NRW.BANK für Mittelständler und Handwerker“, sagte Duin.

„Die StreetScooter GmbH ist ein wahrer Pionier der automobilen Zei-tenwende. Sie hat die ausgetrampelten Pfade des Automobilbaus in Frage gestellt und sich einen eigenen Weg gesucht“, betonte Ministerin Schulze. „Der Erfolg zeigt, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, Antworten für die Zukunft der Mobilität zu finden. Wirtschaft und Wissenschaft sind aufeinander angewiesen und müssen an einem Strang ziehen. Der StreetScooter ist ein gutes Beispiel dafür, wie dies gelingen kann.“

Als „Orte des Fortschritts“ zeichnen das Wissenschafts- und das Wirt-schaftsministerium wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen aus, denen es in hervorragender Weise gelungen ist, im Rahmen ihrer Projekte ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte zu berücksichtigen und einen Lösungsbeitrag zu gesellschaftlichen Her-ausforderungen zu liefern.

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