NRW bringt syrische Familien zusammen – Hilfe für weitere 1.000 Bürgerkriegsflüchtlinge

Nordrhein-Westfalen nimmt weitere 1.000 syrische Flüchtlinge auf. Ab Montag können Verwandte in den Ausländerbehörden des Landes entsprechende Anträge stellen.
Dazu hier eine Erklärung von Monika Düker, flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW, und Hans-Willi Körfges, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD:
Monika Düker: „Nordrhein-Westfalen zeigt Verantwortung: Ab Montag können syrische Flüchtlinge bei den  Ausländerbehörden einen Antrag stellen, damit auch ihre Verwandten bei uns Schutz finden. Viele Syrer oder ehemalige Syrer mit deutscher Staatsbürgerschaft hatten sich bei uns in den vergangenen Monaten mit der Sorge um ihre Angehörigen aus Syrien gemeldet. Nun gibt es für sie in NRW eine Aufnahmeanordnung des Innenministers. Wir freuen uns besonders, dass eine gute Regelung für die Kosten im Krankheitsfall gefunden wurde. Diese Kosten müssen nicht, wie ursprünglich geplant, von den hier lebenden Verwandten gezahlt werden.“

Auch Hans-Willi Körfges, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, begrüßt diese schnelle Entscheidung und effektive Hilfe und appelliert an die anderen Bundesländer, „ebenfalls den Weg für die Aufnahme von weiteren Opfern des syrischen Bürgerkriegs zu öffnen. Die Landesregierung hat nun den in Nordrhein-Westfalen lebenden Menschen aus Syrien eine gute Möglichkeit eröffnet, ihre Familienangehörigen nach Nordrhein-Westfalen in Sicherheit zu bringen. Seit Monaten sind diese in größter Sorge um ihre Verwandten, die unter dem syrischen Bürgerkrieg zu leiden haben. Unionsregierte Länder wie Bayern und Sachsen-Anhalt haben sich im Gegensatz zu NRW immer noch nicht zu einer Aufnahme bereit erklärt.“

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