„Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ gestartet – Landesbüro unterstützt Kommunen beim Umbau

Auf einer gemeinsamen Fachtagung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Pflege- und Altenarbeit hat die Ministerin für Gesundheit, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens, gestern in Düsseldorf den Startschuss für den „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“ gegeben.
„Die meisten älteren Menschen wollen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben – auch bei zunehmender Pflegebedürftigkeit. Darauf muss sich die gesamte Gesellschaft einstellen“, sagte Ministerin Steffens. „Nur wenn es uns gelingt, die für die steigende Zahl älterer Menschen notwendigen Hilfestrukturen im Quartier zu integrieren, werden wir die Herausforderungen des demographischen Wandels meistern können“, so Steffens weiter.

Die Aachener SPD-Landtagsabgeordnete Daniela Jansen, die an der Fachtagung teilnahm, informierte sich unter anderem über interessante Kooperation. So traf die Stadt Gladbeck mit der Deutschen Annington Wohnbaugesellschaft Vereinbarungen zum seniorengerechten Wohnen. Die Übereinkünfte zu den Wohnstandards enthielten unter anderem Handläufe in Fluren, erhöhte Toilettensitze, entsprechende Badausstattungen und barrierefreie Duschen.

Statistiken zufolge wird in den nächsten Jahrzehnten die Zahl der älteren Menschen in Nordrhein-Westfalen immer weiter ansteigen.
Ziel des „Masterplans altengerechte Quartiere.NRW“ ist eine breite Unterstützung der Kommunen bei der Entwicklung örtlicher Strukturen, die dieser Entwicklung Rechnung tragen. Älteren Menschen mit und ohne Pflegebedarf wird so ein selbstbestimmtes Leben bei einem möglichst langen Verbleib im vertrauten Wohnviertel gesichert.
Das Projekt soll dem weit verbreiteten Wunsch nach einem selbstständigen Leben im Alter entgegengekommen. Auch bei Unterstützungs- und Pflegebedarf wird der Auftrag somit einer selbstbestimmten Lebensweise angepasst. Die Partizipation und das gemeinschaftliche Engagement der älteren Bevölkerung soll gestärkt werden. Im Idealfall sei die Selbstorganisation der Bewohner nach einigen Jahren so stark, dass sie die kommunale Begleitung nicht mehr braucht.

Die Maßnahmen des „Masterplans“ sind hauptsächlich eine zentrale Informationsstelle für Handlungsempfehlungen der Quartierentwicklungen und ein Expertenbüro, welches die Kommunen bei der Anwendung des „Baukastens“ unterstützt. Begleitet wird die Umsetzung durch Workshops, einer Reform des Landespflegerechts und einer Bündelung von 8,7 Millionen Euro im Landesförderplan Alter und Pflege zur Förderung der Quartiersentwicklung in den Kommunen.

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