SPD fordert einheitliche Standards bei Untersuchungen von Vergewaltigungsopfern

Nachdem in Köln eine vergewaltigte Frau von zwei in katholischer Trägerschaft stehenden Krankenhäusern abgewiesen worden ist, fordert die Aachener SPD einheitliche Standards bei der Erstuntersuchung und Spurensicherung von Personen, die als Opfer einer Vergewaltigungstat Hilfe bei Krankenhäusern suchen.

Laut Recherchen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ wurde im Dezember einer vergewaltigten Frau die Behandlung und Untersuchung mit der Begründung verwehrt, gynäkologische Untersuchungen zur Beweissicherung würden nicht vorgenommen, weil damit ein Beratungsgespräch über eine mögliche Schwangerschaft und deren Abbruch sowie das Verschreiben der Pille danach verbunden seien.

„Es darf nicht sein, dass Frauen, die Opfer schrecklicher Gewalttaten geworden sind, sich einer unübersichtlichen und unterschiedlichen Beratungs- und Behandlungssituation ausgesetzt sehen und an Krankenhäusern abgewiesen werden. Es muss alles dafür getan werden, eine schnelle Behandlung und Beweissicherung zu gewährleisten“, sagt Daniela Jansen, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Aachener Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF). Benjamin Fadavian, Sprecher des Arbeitskreises Kirche der Aachener SPD, pflichtet bei: „Es kann keinem Opfer von Gewalttaten zugemutet werden, innerhalb kürzester Zeit, Krankenhäuser nach ihrer Trägerschaft zu differenzieren, um Hilfe erhalten zu können“.

Die SPD schlägt in diesem Zusammenhang einheitliche Standards beim Spurensicherungsverfahren aller Krankenhäuser vor, um den Bedürfnissen der Opfer in Extremsituationen besser begegnen zu können.“ Nicht jede Frau entscheidet sich sofort zu einer Anzeige, so dass auch die Möglichkeit einer anonymen Spurensicherung gegeben sein muss“, so Daniela Jansen.

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