Kita-Ausbau statt „Herdprämie“ – Jusos und AsF verurteilen Einführung des Betreuungsgelds

Die Jusos und AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) aus Aachen und dem Kreis Aachen verurteilen die Entscheidung der Bundesregierung das Betreuungsgeld im nächsten Jahr endgültig einzuführen. „Diese Entscheidung der Regierung in Berlin zeigt, dass keine Wahrnehmung der Interessen der Bürgerinnen und Bürger stattfindet, die das Betreuungsgeld mehrheitlich ablehnen.

Das Problem ist auch in Aachen, dass es zu wenig KiTa- Plätze gibt und deshalb eine gute pädagogische Betreuung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für junge Familien nicht zu gewährleisteten ist. Stattdessen wird das Geld in eine „Herdprämie“ investiert, die strukturell nichts bringt und nur als Wahlkampfgeschenk für die CSU zu verstehen ist.“ sagt Daniela Jansen, Vorsitzende der AsF Aachen Stadt und Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen. In den letzten Monaten hatten die Jusos gemeinsam mit der AsF in der gesamten Städteregion über das geplante Betreuungsgeld informiert und Unterschriften gegen dieses gesammelt. „Die Aktion war ein voller Erfolg. Es zeigte sich, dass der Großteil der Bürgerinnen und Bürger vehement gegen dieses Betreuungsgeld ist. Wir haben sehr viel Unterstützung für unsere Aktion aus der gesamten Bevölkerung erfahren.“ resümiert Sandra Niedermeier, Vorsitzende der Jusos Kreis Aachen.
Ab August 2013 gibt es einen Rechtanspruch auf einen Kita-Platz für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr. Allerdings stehen bisher erst für rund ein Viertel aller Kinder unter drei Jahren Kita-Plätze zur Verfügung. Daher fordern Jusos und AsF das Geld in den Ausbau von Kindertagesstätten und nicht in das Betreuungsgeld zu investieren. „Die Logik, dass Eltern dafür bezahlt werden sollen, dass sie ihre Kinder nicht in die KiTa schicken, teilen wir nicht. Denn damit werden Kinder von frühkindlicher Bildung, welche u.a. soziale Kompetenzen und die Sprachentwicklung fördert, ferngehalten. “ merkt Clea Worbs, stellvertretende Vorsitzende der Jusos Aachen, an.
Die Jusos und AsF werden sich auch in Zukunft gegen das Betreuungsgeld einsetzen und planen unter anderem eine Kampagne in den sozialen Netzwerken.

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