Plädoyer für den Mittelstand: Garrelt Duin Gast der AGS

Zum Thema: „Stärkung des Mittelstands in Nordrhein-Westfalen“ hatte die SPD-Arbeitsgemeinschaft Selbständige (AGS) Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand & Handwerk, zum Gespräch eingeladen. Kooperationspartner war die IHK Aachen-Maastricht.

Die IHK Aachen stellte neben logistischer Unterstützung auch die Räumlichkeiten.
Im großen Foyer der IHK hatten sich fast 100 Gäste eingefunden, darunter Ministerin aD Ulla Schmidt und die Aachener Landtagsabgeordnete Daniela Jansen.
Die Begrüßung übernahm Bert Wirtz, Präsident der Kammer. Er lobte die bisherige Arbeit von Minister Duin und die gute Besetzung dieses Amtes: „ Gott sei dank für die Wirtschaft“.
Nach der Begrüßung durch Präsident Wirtz hielt André Brümmer, Vorsitzender der AGS Aachen & Vorsitzender der AGSNRW einen kurzen Einführungsvortrag. Er nutzte die Gelegenheit, die AGS als schlagkräftige Organisation mit rund 6000 Mitgliedern vorzustellen und verwies insbesondere auf die Ziele und die Arbeitsweise der AGS. Auch die Arbeitskreise der AGSNRW thematesierte er und warb um Teilnahme, „auch ohne Parteibuch“.

Garrelt Duin referierte zur „Förderung des Mittelstands in NRW“ & stellte das entsprechende Gesetz vor. Dabei verwies er auf seinen Ehrgeiz, NRW vom 3. Platz der wirtschaftsstarken Länder auf den ersten in Deutschland zu bringen – was bei den Zuhörern spontanen Beifall auslöste.

Die Rahmenbedingungen für die 757.000 Unternehmen – davon über 99% kleine & mittlere Unternehmen – in NRW müssten entsprechend geschaffen werden, hier sei die Landesregierung mit dem Mittelstandsgesetz auf dem richtigen Weg. Kernstück seien hierbei das Einsetzen einer Clearing-Stelle, die jedes neue Gesetz auf Mittelstandsfreundlichkeit überprüfe sowie der dringend erforderliche Abbau der Bürokratie. Gerade hierbei seien alle Unternehmen & Unternehmer aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen!

Auch auf die Wichtigkeit der Bildung & insbesondere der beruflichen Bildung ging Garrelt ein: nicht nur Hochschulabsolventen würden künftig gebraucht, sondern ebenso gut ausgebildete Handwerker & Gewerbetreibende. Hier gälte es, die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildungdarzustellen.
Ebenso betonte er die Bedeutung der Selbstverwaltung der Wirtschaft, z.B. durch die IHK. Die Aufgaben der Kammern seien nur mit einer solidarischen Pflicht-Mitgliedschaft zu lösen, zu der er uneingeschränkt stehe.
Duin bekannte sich zur Tradition der Selbstverwaltung, die ebenso wie das Ehrenamt nicht hoch genug zu schätzen sei.
Allgemein sei es mehr denn je von Bedeutung, zur Förderung der Wirtschaft und der Selbständigkeit ein entsprechendes Klima zu schaffen: „Wir müssen es schaffen, eine Kultur der Selbständigkeit zu stärken.“ Auch hierfür gab es Applaus aus dem Publikum.

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