Das Entgeltgleichheitsgesetz als Chance gegen die Lohndiskriminierung bei Frauen

Die SPD-Bundestagsfraktion hat am 12. Juni 2012 dem Bundestag einen Entwurf für ein Entgelt-gleichheitsgesetz vorgelegt.
„Die Forderung nach mehr Transparenz in Unternehmen bei den Gehältern ihrer ArbeitnehmerInnen ist längst überfällig“, so Daniela Jansen MdL, Vorsitzende der Aachener AsF.

Um einer Diskriminierung der Arbeitnehmerinnen entgegenzuwirken, sollen Betriebe ab einer Anzahl von 15 Beschäftigten ihre Entgeltstrukturen offen legen.
Denn nach wie vor werden Frauen in Deutschland, trotz des Gleichheitsgrundsatzes zwischen Mann und Frau gemäß der EU-Charta und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes unterbezahlt.
Die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen liegt derzeit bei 23 %.
„Es ist schade, daß die deutsche Wirtschaft es trotz einer Laufzeit von mehr als 50 Jahren immer noch nicht geschafft hat, den im Grundgesetz verankerten Gleichheitsgrundsatz von Mann und Frau tatsächlich umzusetzen. Strukturelle Unterschiede halten weiterhin an.
Die Erzielung von Wirtschaftsvorteilen darf aber nicht zu Lasten der Frauen gehen. Von daher ist eine Regulierung unabdingbar. Dieser Gesetzesvorschlag bildet eine Chance, die derzeitige Benachteiligung für die Zukunft aufzuheben“, so Meral Avci, stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen.

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